K-Classic gehört zu den bekanntesten Eigenmarken im Kaufland-Regal. Doch wer steckt eigentlich hinter den günstigen Produkten? Die Antwort ist komplizierter, als der Name vermuten lässt: Kaufland entwickelt die Marke und legt die Anforderungen fest, produziert wird je nach Produkt von unterschiedlichen Unternehmen.
Das gilt für Lebensmittel ebenso wie für andere Waren der Eigenmarke. Kaufland arbeitet dafür mit Lieferanten aus dem In- und Ausland zusammen. Bei einigen Produkten kommen die Waren sogar aus eigenen Produktionsbetrieben innerhalb der Schwarz-Gruppe.
📌 K-Classic auf einen Blick K-Classic existiert bereits seit mehr als 20 Jahren. Die Marke startete mit rund 500 Artikeln und ist inzwischen auf mehr als 2.000 Produkte angewachsen. Seit 2011 gibt es K-Classic auch bei Wurstwaren. Kaufland bietet neben K-Classic weitere Eigenmarken an, darunter K-BIO ORGANIC, K-GOLD EDITION und K-WERTSCHÄTZE. Bei bestimmten Eigenmarkenprodukten können Verbraucher die Herkunft per QR-Code und Chargennummer nachvollziehen.
Wer produziert K-Classic?
Kaufland stellt klar, dass K-Classic-Produkte von mehreren Herstellern gefertigt werden. Die Händlergruppe entscheidet dabei selbst über Markenkonzept, Verpackung und Qualitätsanforderungen. Wie Kaufland erklärt, übernimmt das Unternehmen zugleich die rechtliche Verantwortung für die Produkte.
Genau deshalb kann auf einer K-Classic-Verpackung „Hergestellt für Kaufland“ stehen. Hinter diesem Hinweis muss also nicht zwingend ein Werk mit dem Namen Kaufland stehen. Je nach Artikel kommt die Ware von einem spezialisierten Lieferanten.
Warum gibt es mehrere Hersteller?
Der Grund liegt vor allem im breiten Sortiment. K-Classic umfasst nach Angaben von Kaufland inzwischen mehr als 2.000 Artikel. Ein einzelner Produzent könnte diese enorme Produktvielfalt kaum abdecken.
Kaufland setzt deshalb auf verschiedene Anbieter, die jeweils bestimmte Produkte herstellen können. Dabei spielen laut Unternehmen unter anderem Leistungsfähigkeit, Qualität und möglichst kurze Transportwege eine Rolle. Die Lieferanten werden vertraglich an die Vorgaben der Eigenmarke gebunden.
Was hat Kaufland damit zu tun?
Die Rolle von Kaufland geht deutlich über das Aufkleben eines Logos hinaus. Der Händler bestimmt, wie K-Classic positioniert wird und welche Anforderungen ein Produkt erfüllen muss. Dazu gehören auch Vorgaben für Qualität und Verpackung.
Die Qualitätsinformationen von Kaufland zeigen außerdem, dass der Händler seine Eigenmarken-Lieferanten auswählt und regelmäßig kontrolliert. Genannt werden unter anderem Lieferantenaudits und etablierte Standards wie IFS.
Kommt K-Classic auch aus Kaufland-Werken?
Teilweise lautet die Antwort tatsächlich: ja. Einige K-Classic-Produkte stammen aus Produktionsbetrieben, die zur Schwarz Gruppe gehören. Dazu zählen etwa bestimmte Teigwaren, Mineralwässer, Eisprodukte und Röstkaffee.
Besonders deutlich wird das bei Fleisch und Wurst. In den eigenen Kaufland-Fleischwerken produziert das Unternehmen einen großen Teil der dort erhältlichen Fleisch- und Wurstwaren. Darunter befinden sich auch Produkte der Marke K-Classic, wie die Kaufland Fleischwerke bestätigen.
Warum steht kein anderer Hersteller vorne?
Für Verbraucher kann dadurch der Eindruck entstehen, K-Classic stamme vollständig aus Kaufland-Produktion. Die tatsächliche Lieferkette bleibt bei vielen Produkten jedoch differenzierter. Entscheidend ist deshalb der Blick auf die Kennzeichnung des jeweiligen Artikels.
Kaufland veröffentlicht für einen großen Teil seiner Eigenmarken zusätzliche Informationen zur Herkunft. Bei bestimmten Fleisch-, Wurst- und Fischprodukten lässt sich über einen QR-Code beziehungsweise eine Chargennummer nachvollziehen, woher die Ware stammt.
Ist K-Classic also eine echte Eigenmarke?
Ja. Der Begriff Eigenmarke bedeutet im Handel allerdings nicht automatisch, dass der Händler sämtliche Produkte selbst herstellt. Vielmehr besitzt und steuert der Händler die Marke und lässt die Waren nach seinen Vorgaben produzieren.
K-Classic ist damit ein gutes Beispiel für das Prinzip hinter Handelsmarken. Der Kunde sieht eine einheitliche Marke im Regal, während dahinter ein Netzwerk verschiedener Produktionsbetriebe stehen kann. Diese Struktur ermöglicht es Kaufland, ein sehr großes Sortiment unter einem gemeinsamen Markendach anzubieten.
Was bedeutet das für die Qualität?
Bei K-Classic lässt sich die Qualität nicht allein am Hersteller ablesen. Ein Produkt kann von einem externen Unternehmen stammen und trotzdem nach den Vorgaben von Kaufland produziert werden. Umgekehrt sagt auch die Herkunft aus einem eigenen Werk allein nichts über die konkrete Produktqualität aus.
Kaufland gibt an, seine Eigenmarken regelmäßig durch unabhängige Institute und Labore prüfen zu lassen. Zusätzlich finden laut Unternehmen Verkostungen und weitere Produktprüfungen statt. Für Verbraucher bleiben Zutatenliste, Nährwerte, Herkunftsangaben und konkrete Produktsiegel die wichtigeren Informationsquellen.
Der Name verrät weniger als gedacht
Wer im Kaufland eine K-Classic-Packung in den Einkaufswagen legt, kauft also tatsächlich eine Kaufland-Eigenmarke. Der Hersteller hinter dem einzelnen Produkt kann jedoch ein ganz anderes Unternehmen sein. Bei manchen Waren kommt die Produktion wiederum aus Betrieben der Schwarz Gruppe.
Genau diese Mischung macht K-Classic interessant. Hinter dem schlichten roten K steht kein einziger großer Hersteller, sondern ein von Kaufland gesteuertes Produktionsnetzwerk. Wer wissen möchte, wo ein bestimmtes Produkt hergestellt wurde, muss deshalb auf die Angaben der jeweiligen Verpackung schauen.
