Kaufland: Aus K-Favourites wird K-Gold Edition – was dahintersteckt

Kaufland baut seine Eigenmarken komplett um. Mehr als 4.500 Produkte bekommen ein neues Design, gleich drei bekannte Marken verschwinden dabei ganz. Aus K-Favourites wird künftig K-Gold Edition, aus K-take it veggie wird K-Plant Based und K-Bio heißt bald K-Bio Organic. Wer regelmäßig bei Kaufland einkauft, sollte sich also auf einen ordentlichen Regal-Umbruch einstellen.

Der Auslöser klingt zunächst simpel: Ordnung im Sortiment. Bisher trug jede Eigenmarke ihr eigenes, oft sehr unterschiedliches Design. Das führte im Laden schnell zu Verwirrung, weil Kunden nicht auf den ersten Blick erkannten, welche Produkte tatsächlich von Kaufland selbst stammen.

📌 Der Kaufland-Umbau im Detail: Neue Eigenmarken: Kaufland bündelt seine Eigenmarken neu und macht sie durch ein einheitlicheres Design im Regal besser erkennbar. Mehr pflanzliche Produkte: Die neue Marke K-Plant Based umfasst mehr als 100 Artikel und wird unter anderem um veganes Hackfleisch und vegane Chunks erweitert. Neue Premium-Linie: K-Gold Edition ersetzt K-Favourites und umfasst mehr als 300 dauerhaft angebotene Artikel. Neuer Deutschland-Chef: Seit September 2026 führt Ivan Chernev das Deutschlandgeschäft von Kaufland, nachdem Stefan Hoppe das Unternehmen verlassen hat. Internationales Geschäft: Kaufland ist neben Deutschland in sieben weiteren europäischen Ländern vertreten.

Wie sieht das neue Design aus?

Künftig verbindet ein einheitliches Element alle Eigenmarken: eine weiße Ecke mit dem roten Kaufland-„K“. Rechts daneben steht der jeweilige Markenname, auf grauer oder schwarzer Fläche. Kunden sollen die Produkte dadurch schneller im Regal-Dschungel wiederfinden.

Vorbild für dieses Design ist K-Classic, Kauflands größte Eigenmarke. Sie behält ihren Namen, wurde aber schon vor einigen Jahren optisch überarbeitet und dient jetzt als Blaupause für die restlichen Sub-Marken.

Warum wird ausgerechnet K-Favourites umbenannt?

Aus K-Favourites wird die neue K-Gold Edition, und das ist mehr als nur ein neuer Name. Rund 300 Produkte umfasst die neue Marke, dazu zählen Artikel mit besonderen Zutaten oder langen Reifezeiten. Erste Produkte tragen den neuen Namen bereits, etwa das Irish Beef Hüftsteak oder spezieller Rohrzucker, wie „RUHR24“ berichtet.

Die Umstellung läuft schrittweise. Bis Ostern soll die Zahl der verfügbaren K-Gold-Edition-Artikel deutlich steigen. Alte Verpackungen wandern dabei nicht sofort in den Müll, sondern werden laut Kaufland aus Nachhaltigkeitsgründen weiter genutzt.

Steckt eine neue Premium-Strategie dahinter?

Kaufland fehlt seit einiger Zeit eine echte Premium-Schiene. Die kurzlebige Marke „Kaufland exquisit“ verschwand schon 2015 wieder aus den Regalen. K-Classic deckt seither vor allem den preisgünstigen Einstieg ab, während K-Favourites bisher als Mittelmarke für „Markenqualität zum besten Preis“ diente.

Mit K-Gold Edition könnte Kaufland genau diese Lücke schließen, wie der „Supermarktblog“ einordnet. Denkbar wären etwa Premium-Süßwaren, hochwertige Spirituosen oder Feinschmecker-Spezialitäten. Auch Wettbewerber wie Lidl sichern sich mit ihrer „Deluxe“-Linie schon länger höhere Margen im Premium-Segment.

Was ändert sich bei der veganen Marke?

Auch K-take it veggie bekommt einen neuen Namen: K-Plant Based. Die vegane Linie gibt es seit sieben Jahren, und die Nachfrage wächst laut Kaufland stetig. Der Begriff „Plant Based“ ist vor allem aus der Gastronomie bekannt und soll international leichter verständlich sein.

Bislang mussten Take-it-veggie-Artikel zusätzlich als „vegan“ gekennzeichnet werden, wenn sie komplett ohne tierische Zutaten auskommen. Mit dem neuen Namen soll das für Kunden auf einen Blick klar sein, ganz ohne Zusatzhinweis.

Was sagt Kaufland selbst dazu?

Jochen Baab, Einkaufsvorstand bei Kaufland, erklärt das Ziel hinter dem gesamten Rebranding. „Mit dem neuen, einheitlichen Branding wird unsere Auswahl in den Filialen sichtbarer. Das hilft unseren Kunden, sich beim Einkauf besser zu orientieren und macht unsere Eigenmarken leichter auffindbar“, so Baab laut „RUHR24“.

Auch die Bio-Linie erhält einen internationalen Anstrich: Aus K-Bio wird K-Bio Organic. Damit will sich Kaufland offenbar stärker an seinen wachsenden Auslandsmärkten orientieren, wo englische Begriffe leichter verständlich sind als deutsche.

Müssen Kunden ihre Lieblingsprodukte suchen?

Wer künftig ein bestimmtes Produkt sucht, sollte kurz umdenken. Der bekannte Name verschwindet zwar aus dem Regal, die Rezeptur bleibt aber in aller Regel gleich. Kaufland betont, dass es sich in erster Linie um eine Umbenennung und ein neues Design handelt, wie die DER WESTEN-Redaktion in der Vergangenheit berichtete.

Da alte und neue Verpackungen noch länger parallel im Regal stehen, kommt es vorerst zu keinem abrupten Bruch. Wer sich unsicher ist, erkennt die neuen Produkte künftig zuverlässig an der weißen K-Ecke.

Ein Kaufland-Tiefkühlprodukt erfreut sich großer Beliebtheit. Nun wurde es getestet. Offenbar hat es den Test bestanden. Was dahintersteckt, erfährst du hier: Beliebtes TK-Produkt im Test: Nur Kaufland schafft Bestnote.