Er wollte Klopp NICHT! Ex-Trainer enthüllt brisanten Anruf beim DFB-Boss

Mitten in der heißen Phase der Bundestrainersuche griff Volker Finke kurzerhand selbst zum Telefon. Unbedingt wollte der ehemalige Bundesligacoach die Verantwortlichen beim Deutschen Fußball-Bund von einem ausländischen Kandidaten überzeugen. Sein Favorit für die Nachfolge von Julian Nagelsmann war dabei kein Geringerer als Pep Guardiola.

Um diese Idee voranzutreiben, kontaktierte der 78-Jährige direkt den DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig. Wie Finke bei RTL/Sky ausplauderte, drängte er am Hörer auf eine rasche Entscheidung. „Andreas, mach bitte ganz schnell. Guardiola ist frei. Es sind ausländische Trainer frei“, lautete sein eindringlicher Appell an den Funktionär.

📌 Fakten zu Jürgen Klopp Neuer Bundestrainer: Er hat im August 2026 offiziell das Amt des deutschen Nationaltrainers übernommen. Kein Sieg zum Debüt: Sein erstes Länderspiel als Chefcoach der DFB-Elf bestritt er im September 2026 beim Nations-League-Auftakt gegen die Niederlande (1:1). Historischer Titelsammler: Als Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool gewann er unter anderem die Champions League, zwei deutsche Meisterschaften sowie die erste englische Meisterschaft für Liverpool nach 30 Jahren.

Zu spät für den spanischen Starcoach

Mit seinem Vorstoß kam der erfahrene Fußballlehrer allerdings nicht mehr rechtzeitig. Längst hatte sich der Verband auf Jürgen Klopp als neuen starken Mann an der Seitenlinie festgelegt. Ohnehin bleibt fraglich, ob der spanische Erfolgstrainer nach seinem Abschied von Manchester City überhaupt zur Verfügung gestanden hätte. Aktuell gönnt sich Guardiola nämlich eine Auszeit vom Fußballgeschäft.

Trotzdem kritisierte Finke das Vorgehen der DFB-Spitze. „Für mich ist es ein komisches Gefühl, dass man nicht unterschiedliche Möglichkeiten bedacht hat“, bemängelte er im Gespräch. Laut seiner Darstellung verfolgten die Verantwortlichen ausschließlich eine einzige Richtung, ohne alternative Optionen ernsthaft zu prüfen.

Schwärmerei für den Mittelmeer-Fußball

Ganz verteufeln wollte er die finale Wahl des Verbandes dann aber doch nicht. „Ich finde, Klopp hat genug Erfolg gehabt, dass man das absolut rechtfertigen und absolut positiv sehen kann“, ruderte Finke ein Stück weit zurück. Dennoch hätte er selbst eine völlig andere Herangehensweise bei der Trainersuche gewählt.

Besonders die taktischen Einflüsse aus Südeuropa haben es ihm angetan. Nach Ansicht des Ex-Trainers wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen, „einen Mittelmeer-Trainer oder einen Trainer aus dem Ausland zu holen“. Er schwärmte dabei von der Spielweise in Ländern wie Spanien oder Frankreich. Dort werde seit Jahrzehnten ein räumlich denkender und schlichtweg besserer Fußball praktiziert.

„Frankreich und Spanien wären nicht so gut, wenn sie nicht eine andere Fußballidee umsetzen würden“, erklärte Finke abschließend. Er hätte sich für die Nationalmannschaft gewünscht, einen Mann zu verpflichten, „der diese Ideen aus anderen Ländern und die Spielphilosophie mitbringt“.