Bei der Verleihung des Elisabethpreises der Caritas stand Angela Merkel im Mittelpunkt. Die ehemalige Bundeskanzlerin erhielt die Auszeichnung für ihren Einsatz für Solidarität, Verantwortung und ein respektvolles Miteinander. Für die wohl pointierteste Rede des Abends sorgte jedoch die Satirikerin Sarah Bosetti, die Merkel in ihrer Laudatio mit viel Humor würdigte.
Bosetti sagte, Merkel bekomme den Preis für genau das, „wofür sie am meisten gehasst wird“. Dabei spielte sie auf Merkels Umgang mit der Flüchtlingskrise und den berühmten Satz „Wir schaffen das“ an. Entscheidend sei aber, so Bosetti, dass „wir alle Menschen“ seien und die Unterschiede zwischen den Menschen oft kleiner seien als gedacht.
📌 Sarah Bosetti Hasslyrik: Sie verwandelt Hasskommentare und Beleidigungen aus dem Netz in feinsinnige Liebesgedichte. Erfolgsformate: Sie moderiert die ZDF-Kolumne „Bosetti will reden!“ und die preisgekrönte Satireshow „Bosetti Late Night“. Auszeichnungen: Für ihre TV-Arbeit wurde sie mit dem renommierten Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis geehrt. Wurzeln im Poetry Slam: Vor ihrer Fernsehkarriere war sie erfolgreiche Slampoetin und wurde 2013 deutschsprachige Vizemeisterin im Team. Polarisierende Stimme: Sie bezieht Stellung zu Feminismus und Politik, weshalb sie online stark gefeiert, aber auch extrem angefeindet wird.
Seitenhieb auf Friedrich Merz
Gerade in einer Zeit, in der Menschen gegeneinander ausgespielt würden, müsse man den Menschen hinter politischen Debatten erkennen. Merkel habe Deutschland über viele Jahre dabei geholfen, unterschiedliche Positionen auszuhalten. Ihr größter Verdienst sei vielleicht genau das gewesen – „allerdings verblasst er fast vor noch einer größeren Leistung: Denn sie hat uns alle auch viele, viele Jahre vor Friedrich Merz bewahrt.“ Im Saal sorgte der Satz für Lachen und lauten Applaus.
Bosetti erklärte in ihrer Rede anschließend, sie vermisse Merkel, obwohl sie selbst keine CDU-Wählerin sei. Sie vermisse vor allem die Abwesenheit „destruktiver Eitelkeit“. Dann kam der ungewöhnliche Vorschlag: Merkel solle bei der Bundestagswahl 2029 noch einmal als CDU-Spitzenkandidatin antreten. Merkel reagierte auf die Idee mit einem Schmunzeln.
„Wir haben es mit einem Mann versucht“
Bosetti räumte ein, dass Merkel eigentlich ihren wohlverdienten Ruhestand genieße. Doch mit Blick auf die Diskussion um ein höheres Rentenalter scherzte sie: „Wir haben es jetzt eine Weile mit einem Mann als Bundeskanzler versucht und hat nicht geklappt.“ Friedrich Merz scheint weder das zu sein was Deutschland brauche, noch was die CDU brauche.
Ihre Vorstellung von einer konservativen Partei sehe andersaus als das, was man aktuell sieht: Sie müsse reflektieren und abwägen, das eigene Ego hinter die politische Aufgabe stellen und bereit sein, aus Fehlern zu lernen. Es brauche eine konservative Partei, die gute Dinge bewahren wolle, so Bosettis Botschaft. Kompromisse dürften dabei nicht als Makel gelten, sondern seien ein Kern der Demokratie.
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KOntext: merkel bekommt den Elisabethpreis der Caritas
Rednerin: sarah Bosetti (Satirikerin)
laudazio über merkel
„Frau Merkel bekommt diesen Preis für ihren Einsatz für Soldarität, Verantwortung und respektvolles Miteinander. Frau Merkel bekommt also diesen Preis, für dass, wofür sie am meisten gehasst wird“
Macht einen Wutz darüber das merkel nur für den satz „Wir schaffen das“ mehr gehasst wird als für den tiefen ausschnitt den sie mal an hatte
„Wir sind alle Menschen“
„Der Punkt ist, so viel untershciedet uns garnicht voneinander“
Gerade aktuell wo leute unterienander ausgespielt werden müssen wir den mensch erkennen.
„Und Angela Merkel hat uns alle viele, viele jahre unsere unterschiede aushalten lassen. Ich würde fast sagen, dass das ihr größter verdienst war, allerdings verblasst erfast vor noch einer größeren leistung: Denn sie hat uns alle auch viele, viele Jahre vor Friedrich merz bewahrt.“
Lautes Klatschen und lachen im saal
„vielleicht musste merkel weg damit wir sie vermissen können“
Sie als nicht-CDU-Wählerin vermisst merkel
vermisst die abwesenheit von destruktiver eitelkeit
Folgender vorschlag: merkel als CDU-Spitzenkandidatinbei der bundestagswahl 2029
Merkel schmunzelt bei dem kommentar
„Ich weiß, wohlverdienter ruhestand, aber sie haben den CDU Wirtschaftsrad gehört: wir müssen das rentenalter erhöhen“
„und wir haben es jetzt ne weile mit nem Mann als Bundeskanzler versucht und hat nicht geklappt“
„kaum etwas ist gerade wichtiger als eine starke, vernünftige konsertavive partei in deutschland. (…) und ich glaube, dies ist der Moment, in dem wir die CDU in guten Händen wissen sollten. Nun stellen sie sich vor, diese Hände gehörten einer Person die reflektiert und abwägt, die ihr Egi wie schon immer weit, weit hinter ihren Job stellt, die bereit ist aus vergangenden Fehlern zu lernen und Kompromisse nicht als Markel betrachtet sondren als kern der Demokratie, die wie schon 2015 das Wort „Wir“ ausspricht und damit alle Menschen im Stadtbild meint (..).“
Es braucht eine kosnervative partei die versucht gute dinge zu bewahren
