AfD-Frau darf Hund nicht adoptieren – Dortmunder RTL-Mann außer sich: „Soll elendig auf Parkplatz enden“

Aus Ärger über eine verweigerte Hundeadoption hat sich Heiko Wasser selbst heftige Kritik eingehandelt. Der RTL-Kommentator reagierte auf die Entscheidung eines Tierschutzvereins mit einer scharfen Attacke in den sozialen Medien. Wenig später löschte er seine Beiträge wieder und räumte ein, mit seiner Wortwahl deutlich über das Ziel hinausgeschossen zu sein.

Auslöser der Diskussion ist die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt. Sie hatte versucht, über den Tierschutzverein Fortuna Animali eine Hündin aus dem Ausland zu adoptieren. Dazu kam es jedoch nicht: Laut einer veröffentlichten Chatnachricht soll ihre politische Tätigkeit für die AfD ein Grund dafür gewesen sein, dass die Vermittlung abgelehnt wurde.

📌 Vanessa Behrendt Geboren 1984 Vanessa Behrendt wurde am 14. Mai 1984 geboren. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Helmstedt. Beruflicher Hintergrund im Gesundheitsbereich Nach ihrer Ausbildung arbeitete Behrendt viele Jahre als medizinische Fachangestellte. Nach der Elternzeit absolvierte sie zudem eine Ausbildung zur Hundetherapeutin und ein Studium zur Ernährungsberaterin für Kinder und Jugendliche. Seit 2022 Mitglied des Landtags Über die Landesliste der AfD zog Behrendt bei der niedersächsischen Landtagswahl 2022 in den Landtag ein. Dem Parlament gehört sie seit dem 8. November 2022 an. Schwerpunkt Familien- und Sozialpolitik Innerhalb der AfD-Landtagsfraktion beschäftigt sich Behrendt vor allem mit familien-, frauen-, kinder- und jugendpolitischen Themen. Darüber hinaus befasst sie sich mit Gesundheits- und Sozialpolitik.

Dieser Satz sorgte für mächtig Aufsehen

Der Fall verbreitete sich schnell in den sozialen Netzwerken und rief auch Heiko Wasser auf den Plan. Der langjährige Formel-1-Kommentator zeigte wenig Verständnis für die Entscheidung des Vereins und machte seinem Ärger auf Facebook Luft. Dabei fand er allerdings Worte, die später selbst zum Mittelpunkt der Debatte wurden.

In inzwischen gelöschten Beiträgen schrieb Wasser: „Wer auch immer das entschieden hat, sollte elendig an einer kurzen Leine angebunden auf einem Autobahn-Parkplatz enden.“ Die drastische Aussage sorgte umgehend für Gegenwind. Statt über die verweigerte Adoption wurde nun vor allem über den Ton des RTL-Mannes diskutiert.

RTL-Mann nimmt Aussage nach Kritik schließlich zurück

Besonders kritisch äußerte sich das Portal „Aktivistmuss“. Dort wurde bemängelt, dass öffentliche Diskussionen nicht dadurch besser würden, dass man Andersdenkenden ein qualvolles Ende wünsche. Auch zahlreiche Nutzer warfen Wasser vor, mit seinem Kommentar weit über eine sachliche Kritik hinausgegangen zu sein.

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Der 69-Jährige reagierte schließlich auf die Vorwürfe und zog seine Aussagen zurück. Er erklärte via Social Media, die Formulierung sei falsch gewesen und entspreche nicht dem, was er eigentlich habe ausdrücken wollen. Deshalb habe er die entsprechenden Facebook-Beiträge gelöscht. Gleichzeitig betonte Wasser, dass ihn die Entscheidung des Vereins als Hundebesitzer und großer Tierfreund besonders aufgewühlt habe.

An seiner grundsätzlichen Kritik hält der Kommentator dennoch fest. In einem Video machte er deutlich, dass seine Haltung nichts mit einer Unterstützung der AfD zu tun habe. Nach eigenen Angaben habe er die Partei nie gewählt und wolle dies auch künftig nicht tun. Vielmehr stelle sich für ihn die Frage, ob politische Ansichten darüber entscheiden sollten, wer einem Tier ein Zuhause geben darf. Mit Blick auf die aufgeheizte Debatte fragte Wasser zudem, ob die Gesellschaft inzwischen so gespalten sei, dass viele Menschen nur noch in politischen Lagern denken könnten.