Lidl und Penny im Check – DAS bringen die Discounter-Apps wirklich

Die Apps von Lidl und Penny versprechen Schnäppchen per Fingertipp. Doch welche lohnt sich wirklich? Wir haben beide verglichen. Eines gilt bei beiden Discountern: Ohne Handarbeit läuft nichts, denn Kunden müssen Coupons manuell aktivieren. Analysten von Coupons.de haben die Anwendungen verglichen. Ihre Ergebnisse liegen unserer Redaktion exklusiv vor.

Bei Lidl Plus dreht sich alles um Prämienpunkte. Ab einem Euro Einkaufswert gibt es einen Punkt. Den tauschen Kunden gegen Geldwertgutscheine, Filialprodukte, Rabattgutscheine oder Partnerleistungen. Nach 24 Monaten verfallen die Punkte. Wer oft einkauft, baut sich so ein ganz persönliches Sparpolster auf.

📌 Lidl und Penny im Vergleich Zugehörigkeit: Penny gehört zur REWE Group. Lidl gehört zur Schwarz Gruppe, zu der auch Kaufland gehört. Sortiment: Beide sind Discounter. Lidl führt neben Lebensmitteln auch regelmäßig Non-Food-Aktionen, zum Beispiel Werkzeug, Kleidung und Elektronik. Penny ist stärker auf Lebensmittel und Drogerieartikel konzentriert. Größe: Lidl ist deutlich größer und in über 30 Ländern aktiv. Penny ist vor allem in Deutschland, Italien, Österreich, Tschechien und Rumänien vertreten. Eigenmarken: Lidl hat bekannte Eigenmarken wie „Milbona“, „Deluxe“ und „Parkside“. Penny setzt auf Marken wie „Penny Ready“ und „Naturgut“. Beide bieten außerdem Bio- und vegane Eigenmarken an.

Penny belohnt Vielkäufer, Lidl sammelt Punkte

Penny fährt zweigleisig. Wechselnde Coupons bringen Rabatte auf Produkte, Sortimente oder den ganzen Einkauf. Dazu kommen App-Festpreise aus einem Angebot, das jede Woche wechselt. Einen Mindestumsatz verlangt Penny dafür nicht. Auch Gelegenheitskäufer sparen also.

Richtig lohnen soll sich der Rabattsammler. Ab 50, 150 und 250 Euro Monatsumsatz wählen Kunden aus zwei Gratisprodukten. Wer 350 Euro schafft, spart zehn Prozent auf den nächsten Einkauf. Mal müssen sie zwischen Coupons wählen. Tabak, Pfand und Geschenkkarten bleiben außen vor.

Was Penny und Lidl früher boten

Beide Discounter haben ihre Modelle umgebaut. Penny beendete Ende Dezember 2024 die Payback-Kooperation. Seit 2025 gibt es den Rabattsammler, anfangs mit niedrigeren Hürden: Schon 30 Euro brachten drei Prozent Rabatt.

Lidl ließ im Sommer 2026 seinen eigenen Rabattsammler auslaufen. Dort gab es etwa ab 60 Euro Monatsumsatz ein Gratisprodukt. Gesammelte Punkte verfielen allerdings zum Monatsende. Heute zählt bei Lidl dagegen jeder einzelne Einkauf.

Bei den Extras hat Lidl die Nase vorn: Neben Einkaufsliste, Kassenbon und Prospekten gibt es Ladesäulen. Penny bietet die drei Basisfunktionen. Unser Fazit: Lidl passt zu Dauerkunden mit Geduld, Penny zu Schnäppchenjägern mit hohem Monatsbudget.