Neue politische Entwicklungen: Sachsen-Anhalt wird derzeit von zahlreichen Schlagzeilen überschattet. Erst der historische AfD-Landtagswahlsieg, dann der neue AfD-Landtagspräsident Tobias Rausch und jetzt plötzlich eine weitere Hiobsbotschaft.
Theo Müller möchte einen seiner Standorte in Sachsen-Anhalt schließen. Für rund 160 Arbeitnehmer steht der Job auf dem Spiel.
📌 Müller. Eine Unternehmensgruppe mit Tradition Müller war ursprünglich eine kleine Molkerei und wurde 1896 gegründet. Theo Müller übernahm 1971 die Familienmolkerei und baute sie zu einem internationalen Konzern aus. Die Unternehmensgruppe hat nach eigenen Angaben rund 35.000 Beschäftigte. Sie verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatz von 10,3 Milliarden Euro.
Müller und die AfD: Das verbindet ihn mit der Partei
Bei der Landtagswahl im September holte die AfD in Sachsen Anhalt 43,8 Prozent. Zudem ist seit kurzem klar: Der neue Landtagspräsident sowie einer der beiden Vizepräsidenten gehört der Fraktion an.
Doch gerade jetzt sorgt eine Entscheidung des bekannten Unternehmens für Aufsehen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, möchte die Unternehmensgruppe Theo Müller das Homann-Saucenwerk in Rögatz im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) schließen. Die Produktion soll bis Ende September 2027 eingestellt werden.
Noch eine weitere Produktionsstätte macht zu
Auch die Schnittkäserei von Sachsenmilch im sächsischen Leppersdorf steht vor dem Aus. Dort arbeiten ebenfalls rund 160 Menschen. Die Schließung ist zum 31. Dezember geplant. Der Grund: wirtschaftliche Probleme.
Immer weniger Kunden kaufen Saucen im Glas. Vielmehr bevorzugen sie andere Verpackungen. Dadurch dass das Werk immer weniger ausgelastet ist, nehmen die Kostenprobleme zu. Gemeinsam mit dem Betriebsrat sollen nun sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.
Pikant: Müller suchte Nähe zu AfD-Weidel
Brisant ist die Entscheidung auch wegen Müllers Verhältnis zum Wahlsieger AfD. Der Unternehmer ließ sich bereits gemeinsam mit Parteichefin Alice Weidel fotografieren. Laut ntv gratulierte er ihr nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zum „sensationellen Erfolg“ und sprach sich für eine Zusammenarbeit zwischen der CDU und der AfD aus. Auch in den vergangenen Jahren wurde darüber berichtet, dass Müller die Nähe zur AfD-Chefin suchte.
Nun plant sein Konzern in Sachsen-Anhalt, wo die AfD gerade außergewöhnliche Erfolge verzeichnet, die Schließung eines Werks. Für viele Menschen geht es nun um ihre Jobs.
Die FDP debattiert über ihr Verhältnis zur AfD. Jetzt soll es einen brisanten Antrag geben.
