Alte und neue Kaufland-Packungen gleichzeitig im Regal? Was Kunden nicht wissen sollen

Wer bei Kaufland durch die Gänge geht, sieht derzeit mitunter zwei Versionen desselben Produkts nebeneinander. Das Unternehmen stellt mehr als 4.500 Eigenmarken-Produkte auf ein einheitliches Design um. Weil das schrittweise geschieht, tauchen alte und neue Verpackungen vorübergehend parallel auf. Wir erklären, warum das so ist und woran Kunden den Unterschied erkennen.

Hinter dem Umbau steckt ein groß angelegter Markenumbau. Kaufland will mit einem gemeinsamen Erscheinungsbild für mehr Orientierung im Regal sorgen. Der Händler aus Neckarsulm hat die Änderung Anfang März 2026 offiziell angekündigt. Bis alle Regale umgestellt sind, wird es aber dauern.

📌 Kaufland und seine Eigenmarken Die Marke „Kaufland exquisit“ verschwand bereits 2015 aus den Regalen. Mit K-Gold Edition könnte die Kette eine Premium-Lücke schließen. Die Umbenennungen wurden zuerst über Markenanmeldungen beim Deutschen Patent- und Markenamt sichtbar, noch bevor Kaufland informierte. Hinter Eigenmarken stecken oft bekannte Hersteller. Den K-Classic Mandel-Bienenstich produziert etwa Coppenrath & Wiese, die Schoko-Butterkekse stammen von Leibniz. Gleiche Fabrik heißt nicht automatisch gleiches Produkt. Hersteller passen Rezepturen für Eigenmarken häufig leicht an. Die Auslandsmärkte erwirtschaften zusammen fast 40 Prozent des Kaufland-Umsatzes.

Woran erkenne ich das neue Design?

Links oben auf der neuen Verpackung sitzt eine weiße Ecke mit dem roten Kaufland-K. Rechts daneben steht der Markenname auf grauer oder schwarzer Fläche. Wer diese Ecke sieht, hat die neue Aufmachung vor sich. Die bisherigen Designs fielen dagegen teils sehr unterschiedlich aus.

Als Vorbild dient K-Classic, die größte Eigenmarke. Sie behält ihren Namen und wurde schon vor einigen Jahren optisch überarbeitet. Die übrigen Linien passen sich nun an. Das Ziel beschreibt Einkaufsvorstand Jochen Baab in der Mitteilung bei Presseportal so: „Mit dem neuen, einheitlichen Branding wird unsere Auswahl in den Filialen sichtbarer. Das hilft unseren Kunden, sich beim Einkauf besser zu orientieren, und macht unsere Eigenmarken leichter auffindbar.“

Welche Marken bekommen neue Namen?

Neben dem Look ändern sich auch Bezeichnungen. Aus K-Favourites wird K-Gold Edition mit rund 300 Artikeln. K-take it veggie heißt künftig K-Plant Based und umfasst mehr als 100 Produkte. K-Bio erhält den Zusatz „Organic“ und wird zu K-Bio Organic.

Kaufland betont, es handle sich in erster Linie um eine Umbenennung mit neuem Design. Die Rezeptur bleibt demnach in aller Regel gleich. Wer ein Lieblingsprodukt sucht, muss trotzdem kurz umdenken, denn der vertraute Markenname fehlt dann im Regal.

Warum stehen alte Packungen noch im Regal?

Die Antwort liegt im Zeitplan. Kaufland stellt die Verpackungen sukzessive um, im Sinne der Nachhaltigkeit. Erste Produkte wie das Irish Beef Hüftsteak oder Rohrzucker gibt es bereits als K-Gold Edition. Bis Ostern soll sich die Zahl dieser Artikel deutlich erhöhen.

Verpackungen im alten Design bleiben laut „Ruhr24“ im Einsatz, statt im Müll zu landen. Über das Vorgehen im Detail berichtet „t-online“ unter Berufung auf die „Bild“-Zeitung. Demnach will das Unternehmen erst die Restbestände der alten Produkte verkaufen. Danach füllt es die Regale mit den neuen Artikeln auf.

Was heißt das für meinen Einkauf?

Im Alltag ändert sich für Kunden wenig. Zwei Packungen mit unterschiedlichem Look können denselben Inhalt haben. Wer sichergehen will, vergleicht Produktname und Zutatenliste. Das dauert nur wenige Sekunden.

Von Geheimniskrämerei kann keine Rede sein, denn Kaufland hat den Umbau öffentlich angekündigt und begründet. Die Übergangsphase ergibt sich aus dem schrittweisen Vorgehen. Alte und neue Verpackungen stehen vorerst noch länger parallel im Regal. Einen festen Endtermin nennt Kaufland bisher nicht.