Müller und dm locken Kunden mit Rabatten – DAS liefern die Apps wirklich

Die Kundenkarte aufs Handy, den Rabatt gleich dazu: Müller und dm locken Stammkunden mit ihren Apps. Doch welche lohnt sich wirklich? Die Analysten von Coupons.de haben beide verglichen. Ihre Ergebnisse liegen unserer Redaktion exklusiv vor. Bei den Basisvorteilen fällt das Ergebnis überraschend klar aus.

Bei Müller sammelst du pro Euro Einkaufswert eine Blüte. Jede ist einen Cent wert, das macht ein Prozent. Bei dm gibt es über Payback nur einen Punkt pro zwei Euro. Das ergibt 0,5 Prozent.

📌 Müller und dm dm-drogerie markt wurde 1973 von Götz Werner in Karlsruhe gegründet. Die erste Filiale eröffnete dort. Das Unternehmen ist inzwischen in vielen europäischen Ländern vertreten, unter anderem in Österreich, Tschechien und Italien. Müller wurde 1953 von Erwin Müller in Ulm gegründet. Zuerst war es ein Friseurbetrieb. Daraus wurde ein Handelskonzern, der neben Drogerieartikeln auch Spielwaren, Schreibwaren, Multimedia und Haushaltswaren verkauft. Das Unternehmen gehört weiterhin Erwin Müller. Eigenmarken: dm führt bekannte Eigenmarken wie Balea (Kosmetik), alverde (Naturkosmetik), Denkmit (Haushalt) und Babylove. Müller hat zum Beispiel „Mivolis“ und „Cien“-ähnliche Eigenmarken im Sortiment, zum Beispiel für Pflege- und Haushaltsprodukte. Marktposition: Beide gehören zu den größten Drogerieketten in Deutschland. dm hat dort meist den höheren Umsatz. Müller setzt stärker auf ein breites Sortiment mit vielen Nicht-Drogerieartikeln. Nach der Insolvenz von Schlecker 2012 und der Übernahme von Rossmann-Anteilen durch andere Marktteilnehmer bilden dm, Rossmann und Müller die wichtigsten Anbieter.

Müller und dm im Rechenbeispiel

Wer 100 Euro ausgibt, bekommt bei Müller einen Euro zurück. Bei dm landen nur 0,50 Euro auf dem Konto. Bei 150 Euro Einkaufswert sind es dort 0,75 Euro. Ohne Coupons liegt Müller also klar vorn.

Doch die Basis erzählt nur die halbe Wahrheit. Beide Apps verteilen Coupons, bei dm teils personalisiert nach Kaufverhalten. Wie viel du wirklich sparst, hängt von deinem Warenkorb ab. Extra-Punkte-Coupons können das Blatt schnell wenden.

Müller oder dm: Die Tücken im Detail

Ohne Aktivierung läuft nichts. Coupons musst du vor dem Einkauf freischalten, bei Müller auch die Blüten. Die verfallen nach zwölf Monaten. Eine nachträgliche Gutschrift gibt es nicht. Bei dm sind Pfand, Bücher und Babynahrung von der Bepunktung ausgenommen.

Müller hat 2020 laut eigener Aussage „Rabattaktionen, Müller Blüten und weitere Vorteile“ digitalisiert. dm punktet dagegen beim Service: Produktscanner, digitaler Kassenbon und Express-Abholung gehören dazu. Online entfallen ab 59 Euro die Versandkosten von 4,95 Euro.

Das Fazit: Müller gewinnt bei der festen Ersparnis, dm beim Komfort. Wer clever kombiniert, nutzt am Ende beide Apps.

Lidl und Penny bieten auch Rabatte per App – wie sie im Check abschneiden, liest du hier.