Bochumer bei „Bares für Rares“: Horst Lichter verwechselt die Rarität mit einem „Eierkocher“

Der Bochumer Horst Döker war gemeinsam mit seinem Neffen Sven in der aktuellen (21. Oktober) Folge von „Bares für Rares“ zu Gast. Ihre ungewöhnliche Rarität hatte Horst Döker im Jahr 1970 persönlich gekauft: ein damals hochmodernes Radio, das heute so nur noch selten zu finden ist.

Das Gerät war so ungewöhnlich gestaltet, dass selbst Horst Lichter zunächst nicht erkannte, was vor ihm stand. Der Moderator hielt es zuerst für eine Höhensonne. „Die hast du da hingehalten und wurdest schön braun“, vermutete er – ehe ihm klar wurde, dass er völlig danebenlag.

„Bares für Rares“: Horst Lichter erkennt Rarität nicht

Doch Lichter hatte noch eine zweite Idee: „Man kann die Siebchen oben rausmachen, Eier reinlegen und es als Eierkocher nehmen.“ Dass auch diese Vermutung nicht stimmen konnte, ahnte der Kultmoderator da bereits selbst.

Schließlich brachten die beiden Bochumer Licht ins Dunkel und erklärten, dass es sich bei dem außergewöhnlichen Gerät um ein altes Radio handelt. Expertin Annika Raßbach wusste selbstverständlich längst, womit sie es zu tun hatte. Das Modell wurde ihren Angaben zufolge zwischen 1968 und 1974 von Siemens hergestellt. Beim Design habe sich der Hersteller offenbar am italienischen „Kubo“ orientiert – einem würfelförmigen Radio der Marke Brionvega. Ein weiterer Pluspunkt: Das mehr als 50 Jahre alte Radio war noch immer funktionstüchtig.

Expertise überrascht die Bochumer

Horst Döker und sein Neffe hatten auch eine konkrete Preisvorstellung mitgebracht. Zwischen 80 und 100 Euro wollten sie für das Radio erzielen. Bei der Expertise machten die beiden allerdings große Augen: Raßbach schätzte den Wert auf 120 bis 180 Euro. Mit dieser erfreulichen Einschätzung ging es selbstbewusst in den Händlerraum. Dort zeigten sich die Händler von dem Gerät fasziniert und ließen zunächst einmal Musik laufen.

Besonders Julian Schmitz-Avila schien entschlossen, das Radio zu kaufen. Er eröffnete die Versteigerung mit 50 Euro. Der Wunschpreis der Bochumer von mindestens 80 Euro wurde anschließend schnell erreicht.

Das höchste Gebot des Tages kam schließlich von Elke Velten-Tönnies. Sie bot 150 Euro – damit war auch Schmitz-Avila aus dem Rennen. Die beiden Bochumer nahmen das Angebot zufrieden an und schlossen ihren Besuch bei „Bares für Rares“ erfolgreich ab.