Es wurde deutlich in der WELT-Sendung „Meinungsfreiheit“. Unternehmer Andreas Herb nahm sich Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil vor. Sein Urteil über dessen Politik: „Das ist eine Schande für unser Land.“
Der Vorwurf: Klingbeil habe zu wenig Erfahrung
Herbs Kritik setzt beim Lebenslauf des Vizekanzlers an. Er spricht Klingbeil wirtschaftliche Erfahrung schlicht ab. „Wenn ich richtig recherchiert habe, sein höchstes Amt war mal Büroleiter bei Gerhard Schröder in Hannover“, sagt der Unternehmer. „Ansonsten hat er noch nichts in seinem Leben wirtschaftlich geleistet.“
📌 Fakten Unternehmer Andreas Herb kritisierte SPD-Chef Lars Klingbeil in der WELT-Sendung „Meinungsfreiheit“ scharf. Er wirft dem Vizekanzler fehlende wirtschaftliche Erfahrung vor. Dessen Politik nennt Herb „eine Schande für unser Land“.Besonders die Tabaksteuer kritisiert er, seine Importeure im Ausland würden darüber lachen. Auch die Koalition mit Friedrich Merz nimmt er ins Visier. Wolfgang Bosbach widersprach und verwies auf die Zwänge einer Regierungskoalition.
Dabei macht Herb keinen Hehl daraus, aus welcher Perspektive er spricht. „Ich halte mir das einfach frei, unternehmerisch zu sprechen“, sagt er. Als Beispiel führt er die Tabaksteuer an, die aus seiner Sicht ein Fehler war. Seine Geschäftspartner im Ausland würden den Kopf schütteln: „Meine 58 Importeure in der Welt lachen über uns, dass uns solche Sachen hier passieren.“ In einem Unternehmen, so sein Vergleich, wäre jemand in einer vergleichbaren Lage längst nicht mehr im Amt.
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Auch das Verhältnis zu Friedrich Merz spricht Herb an. Der Bundeskanzler habe sich mit jemandem verlobt, den er nicht liebe, so seine Umschreibung der schwarz-roten Koalition. Und dazu: „Mit jemandem, der nichts kann.“
Bosbach hält dagegen
Widerspruch kam in der Runde von Wolfgang Bosbach. Der CDU-Politiker verwies auf die Zwänge, unter denen eine Regierungskoalition zustande kommt. Die entscheidende Frage sei doch, was die Alternative wäre. Mit Extremisten mache man keine gemeinsame Sache, machte er deutlich.
Bosbach warnte zugleich vor den Folgen der aktuellen Lage. Wenn die Regierung so weiter agiere wie bisher, dürften die Werte der CDU weiter sinken und die der AfD weiter steigen. Wer Kritik äußere, müsse aber immer mitdenken, welche Regierungsoption stattdessen übrig bliebe.
