Sabitzer ignoriert BVB-Kapitän: Beinahe hätte Schlotterbeck das Siegtor verhindert

Ein dramatisches Ende erlebten die Zuschauer beim Zweitrunden-Duell im DFB-Pokal zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen. In der dritten Minute der Nachspielzeit sicherte Marcel Sabitzer dem BVB mit einem direkten Freistoß den 3:2-Sieg und damit das Ticket für das Achtelfinale.

Unmittelbar vor dem entscheidenden Treffer aus halblinker Position herrschte auf dem Rasen allerdings Uneinigkeit. Abwehrchef Nico Schlotterbeck versuchte, den 32-jährigen Österreicher von einem Torschuss abzubringen und riet stattdessen zu einer Hereingabe. Zum Glück aus BVB-Sicht hatte Sabitzer andere Pläne.

📌 Das Pokal-Achtelfinale Borussia Dortmund zieht in die Runde der letzten sechzehn Mannschaften ein. Gespielt wird das Achtelfinale am 1. und 2. Dezember. Gelost werden die Begegnungen am 1. November um 19.15 Uhr bei der ARD.

BVB auch Kovac schaltet sich ein

Der Torschütze selbst hatte von Beginn an einen anderen Plan im Kopf. „Also mein erster Gedanke war, zu schießen. Schlotti kam und sagte: ‚Bring den lieber’“, verriet Sabitzer im Anschluss an die packende Begegnung. Letztlich mischte sich Cheftrainer Niko Kovac von der Seitenlinie ein und forderte den direkten Abschluss.

Diese klare Ansage des Trainers gab schließlich den Ausschlag für die Ausführung. Mit dem rechten Fuß zirkelte der Mittelfeldspieler den Ball in die kurze Ecke und überrumpelte damit den Bremer Schlussmann Karl Hein. „Ich bin sehr glücklich, dass er drin war“, kommentierte der Matchwinner seinen späten Treffer, für den er von über 80.000 Zuschauern gebührend gefeiert wurde.

Bremer Aufholjagd bleibt unbelohnt

Zuvor sahen die Dortmunder im ausverkauften Signal-Iduna-Park lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Der eingewechselte Niclas Füllkrug sorgte nach einer komfortablen 2:0-Führung der Gastgeber jedoch für eine unerwartete Wende. Innerhalb weniger Minuten brachte der Angreifer die Gäste mit einem Doppelpack in der 65. und 69. Minute zurück in das Spiel.

Plötzlich drohte die Partie komplett zugunsten der Bremer zu kippen. Der späte Geniestreich von Sabitzer verhinderte jedoch eine Verlängerung und sorgte für den umjubelten Schlusspunkt. Auch der anfangs skeptische Schlotterbeck musste die Entscheidung seines Teamkollegen am Ende grinsend anerkennen: „Dann hat Sabi den Geniestreich gemacht. Wer trifft, hat recht.“ (mit dpa)