Feierabend, noch schnell in den Supermarkt. Doch an der Kasse ist der Andrang groß. Ewig anstehen mag niemand. Besonders stressig ist die Situation aber für die Kassierer. Viele Kunden wollen helfen und sortieren ihren Einkauf vor. Doch ausgerechnet das macht den Kassierern das Leben schwer.
Ein Mitarbeiter eines Discounters in Österreich hat sich nun online deutlich geäußert. Mit seinen Tricks sparst du wertvolle Zeit am Kassenband.
📌 Was du über Kassen noch nicht wusstest Die Registrierkasse sollte Diebstahl verhindern. James Ritty erfand sie 1879 in den USA, weil er vermutete, dass seine Angestellten Geld aus der Kasse nahmen. Der erste Scan war ein Kaugummi. Am 26. Juni 1974 wurde in einem Supermarkt in Troy, Ohio, erstmals ein Produkt mit Strichcode gescannt. Es war eine Packung Kaugummi. Die letzte Ziffer des Strichcodes ist eine Prüfziffer. Sie wird aus den anderen Ziffern berechnet. So erkennt die Kasse Lesefehler und piept nicht bei einem falsch gelesenen Code. Die Süßigkeiten an der Kasse sind Absicht. Diese sogenannte Quengelware soll Impulskäufe auslösen. Wartende Kunden, vor allem Kinder, greifen dort besonders oft zu. Selbstbedienungskassen gibt es seit den frühen 1990er-Jahren. Sie wurden zuerst in den USA getestet. Heute stehen sie in vielen Supermärkten, auch wenn viele Kunden weiterhin lieber an die klassische Kasse gehen.
Vorsortieren an der Supermarktkasse hilft weniger, als man denkt
„Ich arbeite in einem Discounter und ein paar Dinge passieren wirklich täglich. Das kostet mir und vor allem den Kunden an der Kasse ziemlich viel Zeit und vielleicht hilft das ja jemandem“, erklärt er auf Reddit. Das Problem beginnt schon beim Auflegen der Ware. „Nutzt das Kassenband voll aus und stapelt keine Artikel übereinander“, rät er. Gestapelte Artikel anzuheben sei anstrengend und dauere Zeit.
Viele Kunden glauben, sie würden helfen. Doch das Sortieren der Ware schadet oft mehr, als es nützt. Wer mehrere Tafeln Schokolade kauft, soll sie nicht direkt nebeneinanderlegen. Das dauert länger, als alles durcheinander zu scannen. Der Grund: „Damit es nicht zu Doppelscannungen des gleichen Artikels kommt, kann man den gleichen Artikel nicht schnell mehrmals hintereinander drüberziehen.“
Kassierer außer sich – „respektlos“
Auch bei schweren Getränkekisten gibt es einen Kniff. Wer sie im Wagen hat, sollte eine Flasche direkt als Erstes zum Scannen geben. „Die Kontrolle ist einfacher.“ Besonders heikel wird es beim Thema Strichcodes. Sie gehören zum schnellen Scannen nach unten. „Leider gibt es gar nicht so wenige Kunden, wo 100 % der Strichcodes nach oben zeigen. Das ist respektlos gegenüber jedem Kassier“, schimpft der Mitarbeiter.
Wer in der Backtheke einkauft, muss an der Kasse die Brötchen nicht einzeln aufzählen. Die Kassiere müssen den Inhalt der Tüte ohnehin kontrollieren. Auch ist die Form der Brötchen unterschiedlich, damit man sie schnell kassieren kann.
Kunden genervt – „behandelt Lebensmittel nicht wie Dreck“
Das Thema polarisiert offenbar. „Danke für die Tipps“, schreibt einer der über 700 Kommentatoren. Doch nicht jeder reagiert so gutmütig. „Im Gegenzug: Behandelt meine Lebensmittel wie Lebensmittel und nicht wie Dreck, der auf einem Förderband daherkommt und dann halb geschmissen und halb geschubst wird“, regt sich ein anderer auf.
Am Ende zeigt sich vor allem eins: Ein bisschen Rücksicht auf beiden Seiten des Kassenbands würde den Einkauf für alle entspannter machen.
Unserer Reporterin hat in einer Rewe-Filiale Markenprodukte mit Eigenmarken verglichen. Das Ergebnis zeigt, wie erstaunlich viel du hier beim Einkauf sparst.
