Audi-Coup von Trump: Dieser deutsche Boss ist sein perfekter Wahlkampf-Helfer

Wahlkampf-Coup für Donald Trump: Der Chef des deutschen Automobilherstellers Audi, einer VW-Tochter, trat kurz vor den Zwischenwahlen (Midterms) mit dem US-Präsidenten auf und verkündete Großes. Im umkämpften Swing State Georgia machte Gernot Döllner bei der Republikaner-Show mit und gab den Bau eines ersten Audi-Werks in den USA bekannt.

Somit wurde der Deutsche zum Wahlhelfer für Trump, der sich in seinem harten Zollkurs bestätigt sieht. Trump will die heimische Industrie in den USA stärken und es für ausländische Hersteller unter Druck attraktiver machen, in den USA zu produzieren.

📌 Gernot Döllner: An der Spitze von Audi und beim FC Bayern Der 57-Jährige ist seit 2023 Vorsitzender des Vorstands von Audi. Zugleich sitzt er im Aufsichtsrat des FC Bayern und ist 2. stellvertretender Vorsitzender. Er wuchs in Niedersachsen auf und studierte an der TU Braunschweig. 1997 promovierte er zum Doktor-Ingenieur.

Audi-Boss neben Trump: „Wir glauben an den amerikanischen Markt“

Döllner vor den Trump-Anhängern: „Wir planen, unsere größten und hochwertigsten SUVs hier in Macon, Georgia, zu produzieren. Das ist eine langfristige Investition, denn wir glauben an den amerikanischen Markt. “

Die Audi-Fabrik soll ab 2027 gebaut werden. Ab Anfang der 2030er-Jahre sollen dann dort jährlich 200.000 SUVs produziert werden. Insgesamt sollen 4.500 Jobs geschaffen werden. Das Unternehmen will rund vier Milliarden US-Dollar in das Werk investieren. Das alles vor dem Hintergrund der Auto-Krise mitsamt Stellenabbau in Deutschland.

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SPD-Politikerin: „Eine Schande“

Die SPD-Verkehrsexpertin Isabel Cademartori kritisierte den Auftritt Döllners. Sie sprach von offensiver Wahlkampfhilfe für einen Autokraten. „Das ist eine Schande, insbesondere in Anbetracht der Geschichte des VW-Konzerns“, so Cademartori. Während Arbeitnehmer in Deutschland um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze zitterten, verkündete Audi bei Trump Milliardeninvestitionen „im politisch besonders umkämpften Bundesstaat Georgia, der entscheidend für die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Senat sein wird“, so die Co-Vorsitzende der SPD Baden-Württemberg weiter.

IG-Metall-Chefin Christiane Benner, zugleich stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG, nannte es dagegen „richtig und notwendig“, den US-Markt mit einem neuen Werk besser zu erschließen. Allerdings bemerkte sie, dass der Neubau den Beschäftigten in den USA zwar neue Möglichkeiten bringe, doch die „sicheren Perspektiven an zu vielen anderen Stellen“ noch nicht da seien. Außerdem merkte sie an, dass das „finale Votum“ über den Bau im Aufsichtsrat der Volkswagen AG getroffen werde,