Im Händlerraum von „Bares für Rares“ wechseln regelmäßig Gold, Diamanten und Luxusuhren den Besitzer. Die Summen reichen von wenigen Tausend Euro bis in den fünfstelligen Bereich. Den Rekord hält ein Diamantkreuz für 42.000 Euro. Wir zeigen die teuersten Schmuckstücke und die Uhren, um die sich die Händler besonders stritten.
Im Händlerraum trifft die Einschätzung der Sachverständigen auf die Kalkulation der Händler. Zuerst nennt ein Experte einen Schätzwert. Danach bieten die Händler, und der Verkäufer entscheidet, ob er zuschlägt. Der Preis liegt oft unter der Schätzung, manchmal aber auch darüber.
📌 Mehr Wertvolles aus dem Händlerraum Ein Fabergé-Ei aus Pforzheim: Der Hersteller Victor Mayer erwarb 1989 die Lizenz dafür. Es gibt nur 23 Stück, David Suppes zahlte 9.000 Euro. Ein limitierter 4×2-Lego-Stein aus 585er-Gold war auf 15.000 bis 17.000 Euro geschätzt. Fabian Kahl zahlte 13.100 Euro. Ein goldenes Kästchen mit 320 bis 330 Gramm Gold hatte allein einen Materialwert von 11.200 Euro. Es ging für 13.500 Euro an Fabian Kahl. Die IWC Savonette von 1974 wiegt 281 Gramm und besteht aus 18-karätigem Gold. Es gibt nur 250 Exemplare, Wolfgang Pauritsch zahlte 9.750 Euro.
Welches Schmuckstück kostete bisher am meisten?
Platz eins belegt ein Diamantkreuz mit Partikeln vom Kreuz Jesu. Es war mit Diamanten von zusammen 40 Karat besetzt. Händlerin Susanne Steiger zahlte 2019 dafür 42.000 Euro. Bis heute hat kein Händler in der Sendung mehr ausgegeben.
Wie „TV Movie“ berichtet, schätzte Expertin Heide Rezepa Zabel den Wert auf 60.000 bis 80.000 Euro. Ein Siegel der Kongregation des Papstes Clemens IX. belegte demnach die Echtheit. Die Verkäuferin wollte zunächst 50.000 Euro, am Ende blieb es bei Steigers letztem Gebot. Die Händlerin kündigte an, das Kreuz als Leihgabe einem Museum zur Verfügung stellen zu wollen.
Was zahlten Händler für Diamantschmuck?
Auch unterhalb des Rekords flossen hohe Summen. „Focus Online“ listet ein Platin-Armband mit neun Karat Diamanten aus den frühen 1920er-Jahren auf, das 15.000 Euro brachte. Eine handgefertigte Platin-Diamant-Brosche mit unbehandeltem Saphir erzielte in der Weihnachtssendung 2022 satte 17.000 Euro. Käuferin war Elke Velten-Tönnies.
Ein gelblicher „fancy“ Diamant in einem Ring aus den 1930er-Jahren sorgte für Staunen. Die Besitzerin wollte mindestens 2.000 Euro haben. Expertin Heide Rezepa-Zabel sah den Wert bei 28.000 bis 32.000 Euro, die Händler einigten sich auf 16.000 Euro. Eine Diamantkette aus den 1870er-Jahren war auf 5.000 bis 5.500 Euro geschätzt und brachte 14.500 Euro.
Was bringt reines Gold im Händlerraum?
Gold spielt oft die Hauptrolle. Ein Zigarrenetui aus 750er-Gold stammt laut Expertin Wendela Horz von einem „Meister seines Fachs“. Sie schätzte es auf 14.000 Euro. Susanne Steiger startete mit 13.000 Euro und kaufte es zum Schätzpreis. „Gold ist immer eine gute Investition“, sagte sie.
Auch die Herkunft treibt den Preis. Ein goldenes Zigarettenetui vom Hofjuwelier Kaiser Wilhelms I. war laut Expertise 8.500 Euro wert. Die Händler boten sich auf 12.200 Euro hoch. Für Sammler zählt eben nicht nur das Gewicht des Metalls, sondern auch die Geschichte dahinter.
Rolex und Omega: Was zahlen Händler?
Auch Uhren erzielen vier- und fünfstellige Beträge. Wendela Horz schätzte eine Rolex Submariner aus den 1980er-Jahren auf 12.000 bis 13.000 Euro, trotz fehlender Originalverpackung und Papiere. Daniel Meyer zahlte 9.400 Euro. Der Verkäufer hatte sie einst für 8.900 Euro gekauft.
Ein ähnliches Modell trug Roger Moore in „Leben und sterben lassen“. Eine Omega Speedmaster Alaska Project II, 2008 auf 1.970 Exemplare limitiert, ging für 13.000 Euro weg. Die Schätzung hatte bei 15.000 bis 16.000 Euro gelegen. Eine Omega Secret Watch aus 750er-Gold brachte 7.000 Euro, der Goldankaufswert lag bei rund 6.800 Euro. Am Ende entscheiden Modell, Seltenheit, Zustand und Zubehör über den Preis.
