Diese Fehler machen Kunden von Aldi, Edeka und Co. beim Kauf von Eistee

Eistee steht bei Aldi, Edeka und anderen Händlern in zahlreichen Varianten im Regal. Doch bunte Früchte und Begriffe wie „Zero“ führen schnell zur falschen Wahl. Entscheidend sind Zuckergehalt, Zutaten, Teebasis und Packungsgröße.

Ein günstiger Preis sagt über die Zusammensetzung wenig aus. Auch bekannte Marken sind nicht automatisch die bessere Wahl. Wer nur auf die Vorderseite schaut, übersieht oft wichtige Angaben.

📌 Eistee im Schnellcheck: Mindestmenge: Teegetränke müssen laut der Verbraucherzentrale mindestens 0,12 Gramm Teeextrakt-Trockenmasse je 100 Milliliter enthalten. Für einfache Erfrischungsgetränke gilt diese Vorgabe nicht. Nutri-Score: Wasser ist übrigens das einzige Getränk, das beim Nutri-Score ein dunkelgrünes A erhalten kann. Eistee stammt aus den USA. Dort entwickelte er sich im 19. Jahrhundert schon zu dem Erfrischungsgetränk, das die Menschen heute kennen.

Zucker pro Flasche berechnen

Der häufigste Fehler beginnt bei der Nährwerttabelle. Dort stehen die Werte meist für 100 Milliliter, getrunken wird jedoch deutlich mehr. Bei einer 1,5-Liter-Flasche muss der Zuckerwert mit 15 multipliziert werden.

Enthält ein Eistee sechs Gramm Zucker je 100 Milliliter, stecken 90 Gramm in der Flasche. Ein Marktcheck zeigte sogar Werte bis 8,8 Gramm. Darüber berichtet die Rubrik „Lebensmittelklarheit“ von der Verbraucherzentrale nach der Untersuchung von 66 Produkten.

Fruchtbilder können täuschen

Pfirsiche oder Zitronen auf dem Etikett versprechen einen fruchtigen Eindruck. Tatsächlich können die beworbenen Früchte nur in sehr kleinen Mengen enthalten sein. Den Geschmack liefern dann vor allem zugesetzte Aromen.

Kunden sollten deshalb den Fruchtanteil in der Zutatenliste suchen. „Natürliches Aroma“ muss nicht zwingend aus der abgebildeten Frucht stammen. Aussagekräftiger ist eine genaue Bezeichnung wie „natürliches Zitronenaroma“.

Werbesprüche kritisch prüfen

Auch Hinweise wie „weniger süß“ oder „natursüß“ verdienen einen zweiten Blick. Solche Formulierungen verraten den tatsächlichen Zuckergehalt nicht zuverlässig. Die Nährwerttabelle bleibt deshalb wichtiger als die Werbebotschaft.

Die Verbraucherzentrale warnt zudem vor den vielen Namen des Zuckers. Dazu gehören Glucosesirup, Fruchtsaftkonzentrat oder Invertzuckersirup. Der Tabellenwert „davon Zucker“ fasst die enthaltenen Einfach- und Zweifachzucker zusammen.

Zero heißt nicht automatisch ideal

Bei Light- und Zero-Eistees lohnt ebenfalls das Lesen der Rückseite. Manche Produkte kombinieren Süßstoffe mit Zucker. Eine kalorienärmere Rezeptur bedeutet daher nicht zwingend, dass das Getränk zuckerfrei ist.

Süßstoffe erscheinen mit ihrem Namen oder ihrer E-Nummer in der Zutatenliste. Die geringere Kalorienmenge kann bei der Auswahl eine Rolle spielen. Allerdings hält der intensive Geschmack die Gewöhnung an stark gesüßte Getränke aufrecht.

Eistee löscht Durst schlecht

Viele Käufer behandeln Eistee wie Wasser und trinken große Mengen. Ernährungsexperten ordnen zuckerhaltige Varianten jedoch eher als Genussgetränke ein. Sie liefern Energie, sättigen aber kaum.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt in einer Empfehlung Eistee keinen geeigneten Durstlöscher. Sie verweist bei solchen Getränken auf Zucker, Kalorien und ein erhöhtes Kariesrisiko. Wasser und ungesüßte Tees sind für den Alltag die bessere Wahl.

Koffein wird oft übersehen

Schwarztee, Grüntee und Teeextrakt können Koffein in das Getränk bringen. Gerade Eltern sollten deshalb nicht allein auf die fruchtige Gestaltung vertrauen. Auch am Abend kann die anregende Wirkung unerwünscht sein.

Ein deutlicher Koffeinhinweis fehlt bei tee-basierten Getränken teilweise. Das Bundesinstitut für Risikobewertung setzte für Berechnungen zehn Milligramm Koffein pro Glas Eistee an. Der tatsächliche Gehalt kann je nach Produkt abweichen.

So gelingt der schnelle Vergleich

Im Laden reichen wenige Schritte für eine vernünftige Auswahl. Zuerst kommt der Zuckerwert pro 100 Milliliter, danach die Zutatenliste. Anschließend sollten Fruchtanteil, Süßstoffe und die Teebasis geprüft werden.

Der Nutri-Score kann ähnliche Getränke zusätzlich vergleichbar machen. Für einzelne Werte ersetzt er die Nährwerttabelle jedoch nicht. Wer Eistee bewusst als gelegentlichen Genuss kauft, tappt seltener in die typischen Etikettenfallen.