Gemüsebrühe steht in fast jeder Küche – ob man sie jetzt bei Rewe, Aldi oder einem anderen Supermarkt kauft. Ein neuer Test zeigt aber: Nicht überall, wo Gemüse draufsteht, steckt auch viel davon drin. Manche Produkte bestehen zur Hälfte aus Salz und in einigen fanden die Tester sogar Pestizide, die in der EU verboten sind.
Tatsächlich können bei weitem nicht alle Produkte im „Öko Test“ überzeugen. Das Magazin untersuchte 27 Produkte bei Rewe, Aldi und Co. – und kam mitunter zu überraschenden Ergebnissen. Das Wichtigste Ergebnis vorweg: Bei den Bio-Produkten fiel das Ergebnis fast durch die Bank „gut“ und besser aus. Darüber berichtet „chip.de“.
📌 So erkennst du gute Gemüsebrühe Gemüseanteil: Je höher, desto besser. Salzgehalt: Hier unterscheiden sich die Brühen deutlich. Zucker: Achte auch auf Maltodextrin, Glukosesirup und Karamellzucker. Aromen und Geschmacksverstärker: Wer sie nicht will, muss die Liste genau lesen. Bio-Siegel: Bio-Produkte schnitten im Test deutlich besser ab. Preis pro Liter: Aussagekräftiger als der Packungspreis ist der Preis pro Liter fertiger Brühe.
Bio-Produkte überzeugen
Von den 27 getesteten Brühen und Bouillons waren demnach 17 mit einem Bio-Siegel. Sie alle erreichten im „Öko Test“ (Ausgabe 10/2026) mindestens die Note „gut“. Anders sieht das bei den zehn konventionellen Brühen aus. Hier schafften nur zwei Produkte die Note „gut“, die Hälfte schnitt mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab. Autsch.
Ein Grund sind die Pestizide. In mehreren konventionellen Produkten fanden die Tester Rückstände verschiedener Wirkstoffe. Zwei Brühen enthielten laut Test sogar Spuren von Clothianidin. Dieses Pestizid hat in der EU seit mehreren Jahren keine Zulassung mehr.
Diese Brühen überzeugen die Tester
Zwei Bio-Produkte konnten sich die Note „sehr gut“ ergattern: die „Knorr Bio Gemüse-Bouillon“ und die „Rewe Bio Gemüsebrühe mit 20 Prozent Gemüse“. Die Knorr-Bouillon hat mit 32,5 Prozent den höchsten angegebenen Gemüseanteil im Test.
Bei Rewe sind es 20 Prozent. Beide Produkte kommen ohne zugesetzte Aromen und Geschmacksverstärker aus. Auch bei den Pestiziden gab es keine auffälligen Befunde.
Aldi-Brühe „mangelhaft“
Ganz anders sieht es bei einigen günstigen und konventionellen Brühen aus. Fünf Produkte fallen durch chip.de. Schlusslicht ist die „Knorr Gemüse-Bouillon“ (nicht die Bio-Variante) mit dem Urteil „ungenügend“. Ein weiteres Produkt bekommt in der getesteten Rezeptur ebenfalls die Note 6.
Ein „mangelhaft“ gibt es unter anderem für die „Le Gusto Klare Gemüsebrühe“ von Aldi. Die Tester kritisierten Pestizidrückstände, zugesetzte Aromen und einen vergleichsweise geringen Gemüseanteil.
Fast die Hälfte der Brühe ist Salz
Auch beim Salz gibt es einen Befund. Die getesteten gekörnten Brühen bestehen laut Öko-Test zu etwa 44 bis 60 Prozent aus Salz. Viele Produkte lagen auch zubereitet über dem Orientierungswert der Tester von 0,90 Gramm Salz pro 100 Milliliter, so „chip.de„.
Das kann sich schnell summieren, denn viele Menschen würzen regelmäßig mit Brühe und salzen zusätzlich nach. Nachwürzen ist jederzeit möglich. Salz aus einer zu salzigen Brühe bekommt man dagegen kaum wieder heraus.
