Großer Ferien-Clash: ADAC warnt vor massiver Staugefahr – HIER wird es dicht

Am Wochenende droht auf den Straßen eine echte Geduldsprobe. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen enden die Sommerferien am Freitag. Einen Tag später ist die schulfreie Zeit auch in Schleswig-Holstein vorbei. Bereits seit Mittwoch läuft der Unterricht in Bremen und Niedersachsen wieder.

Den Höhepunkt der Rückreisewelle erwartet der ADAC am Sonntagnachmittag und am Abend. Aus dem Süden schiebt sich die Blechlawine dann massiv in Richtung Norden sowie von den Küsten zurück in die Heimat. Schon am Freitagnachmittag füllen sich die Routen in den Süden und an die Strände spürbar. Auch der kommende Samstag birgt ein enormes Staurisiko.

📌 Deutschlands Autobahnen Länge: Das deutsche Autobahnnetz umfasst rund 13.000 Kilometer und gehört damit zu den längsten der Welt (Platz 4 weltweit, nach den USA, China und Spanien). Kein generelles Tempolimit: Deutschland ist eines der wenigen Länder weltweit, in dem auf großen Teilen der Autobahn kein generelles Tempolimit gilt – lediglich eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h wird empfohlen. Etwa 30 % des Netzes haben jedoch streckenbezogene Tempolimits. Geschichte: Die erste autobahnähnliche Strecke war die AVUS in Berlin (1921), die erste „echte“ Autobahn zwischen Köln und Bonn wurde 1932 eröffnet. Der große Ausbau erfolgte ab 1933 unter der NS-Regierung, oft fälschlich als reine NS-Erfindung dargestellt. Nummerierung: Autobahnen mit einstelliger Nummer (z. B. A1 bis A9) sind die wichtigsten Fernverbindungen, während zweistellige und höhere Nummern regionale oder verbindende Strecken kennzeichnen. Nord-Süd-Autobahnen haben meist ungerade, Ost-West-Autobahnen gerade Nummern.

Hauptverkehrsachsen stark belastet

Quer durch die Republik droht auf den großen Fernstraßen Stillstand. Besonders hart trifft es laut Verkehrsexperten die A1 zwischen Hamburg und Köln sowie die A2 über Hannover und Magdeburg. Ebenso staugefährdet sind die A3 von Oberhausen nach Passau und die A7 zwischen Flensburg und Füssen. Auf dem Berliner Ring, der A4 über Dresden, der A8 von Karlsruhe nach Salzburg und der A9 zwischen Berlin und München brauchen Autofahrer ebenfalls starke Nerven.

Zusätzlichen Verkehr bringen zudem regionale Feiertage mit sich. Mariä Himmelfahrt am Samstag und das italienische Fest Ferragosto treiben weitere Ausflügler auf die Straßen. Entsprechend voll wird es auf den wichtigen Transitrouten in Österreich, der Schweiz und Italien.

Gelockerte Fahrverbote für Lastwagen

Wegen der Niedrigwasserstände haben 15 Bundesländer das Fahrverbot für Lkw an Sonn- und Feiertagen vorübergehend ausgesetzt. In den meisten Regionen gelten diese Ausnahmen bis Ende August, im Saarland und in Rheinland-Pfalz sogar bis Ende September. Sachsen erlaubte am Mittwoch ebenfalls Fahrten bis zum 31. August. Lediglich Sachsen-Anhalt hält bisher strikt an dem regulären Verbot fest.

Genaue Zahlen zu den zusätzlichen Transporten kann der Automobilclub noch nicht nennen. Der Verkehrsclub geht jedoch von einer steigenden Staugefahr an Engstellen aus. Ein komplettes Chaos bleibt laut den Experten aber wohl aus, da die Ausnahmen nicht einheitlich gelten und sich teils auf Transporte rund um das Niedrigwasser beschränken.

Dennoch blickt der ADAC in Schleswig-Holstein mit Sorge auf das Wochenende. „Die Ausnahme kommt verkehrlich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Genau jetzt rollt die große Rückreisewelle“, sagte Sprecher Rainer Pregla. Gerade auf ohnehin stark frequentierten Strecken wie der A7 könnten die zusätzlichen Lkw die Situation weiter anspannen.