Kaufland-Marke K-Favourites verschwindet – was Kunden jetzt wissen müssen

Kaufland schmeißt sein Eigenmarken-Regal kräftig durcheinander. Mehr als 4.500 Produkte bekommen ein neues Design, gleich drei bekannte Namen verschwinden komplett aus den Regalen. Allen voran betrifft das K-Favourites: Die Marke heißt künftig K-Gold Edition. An der Premium-Idee ändert sich dabei nichts, wohl aber am Auftritt.

Auch zwei weitere Eigenmarken bekommen neue Namen. Aus K-take it veggie wird K-Plant Based, aus K-Bio wird K-Bio Organic. Nur K-Classic, Kauflands größte Marke, behält ihren Namen und dient als Vorbild für das neue Design.

📌 Das wusstest du noch nicht über Kaufland Vor dem Rebranding erschütterte eine Wallraff-RTL-Recherche 2025 das Image von Kaufland: Schimmel und Mäusekot in Filialen führten zur vorübergehenden Schließung zweier Standorte. Als Reaktion kündigte Kaufland einen 5-Punkte-Plan sowie Investitionen von 500 Millionen Euro an und lässt seine Filialen inzwischen vom TÜV Süd auf Sauberkeit prüfen. Die Auslandsmärkte Polen, Tschechien, Rumänien, Slowakei, Bulgarien, Kroatien und Moldau erwirtschaften zusammen bereits fast 40 Prozent des gesamten Kaufland-Umsatzes. Vorgänger Stefan Hoppe kam ursprünglich aus dem Polen-Geschäft, wo er Kaufland mit der Kampagne „Kaufland jest fresz“ wieder zu schwarzen Zahlen verhalf. Öffentlich sichtbar wurde die geplante Umbenennung erstmals über Markenanmeldungen beim Deutschen Patent- und Markenamt, lange bevor Kaufland selbst offiziell informierte.

Wie erkennen Kunden die neuen Produkte?

Ein einheitliches Element verbindet künftig alle Eigenmarken. Eine weiße Ecke mit dem roten Kaufland-K sitzt links oben auf der Verpackung, rechts daneben steht der Markenname auf grauer oder schwarzer Fläche. Kunden sollen dadurch im Regal schneller erkennen, welche Produkte tatsächlich von Kaufland selbst kommen.

Vorbild für das neue Design ist K-Classic. Die Basismarke wurde schon vor einigen Jahren optisch überarbeitet und dient jetzt als Blaupause für alle Sub-Marken. Wer sich unsicher ist, erkennt neue Artikel künftig zuverlässig an dieser weißen K-Ecke.

Warum verschwindet ausgerechnet K-Favourites?

K-Favourites war bislang Kauflands Mittelmarke für „Markenqualität zum besten Preis“. Künftig firmiert das Sortiment unter dem Namen K-Gold Edition. Rund 300 Produkte gehören dazu, darunter Artikel mit besonderen Zutaten oder langen Reifezeiten.

Erste Produkte tragen den neuen Namen bereits. Dazu zählen etwa ein Irish Beef Hüftsteak und spezieller Rohrzucker, wie „Ruhr24“ berichtet. Bis Ostern soll die Zahl der verfügbaren K-Gold-Edition-Artikel deutlich steigen.

Steckt eine neue Premium-Strategie dahinter?

Kaufland fehlt seit Jahren eine echte Premium-Schiene. Die Marke „Kaufland exquisit“ verschwand bereits 2015 wieder aus den Regalen. Seitdem deckt K-Classic vor allem den preisgünstigen Einstieg ab.

Mit K-Gold Edition könnte Kaufland genau diese Lücke schließen, ordnet das „Supermarktblog“ ein. Denkbar wären etwa Premium-Süßwaren, hochwertige Spirituosen oder Feinschmecker-Spezialitäten. Auch Lidl sichert sich mit seiner Deluxe-Linie schon länger höhere Margen im Premium-Segment.

Was ändert sich bei der veganen Marke?

Auch K-take it veggie bekommt mit K-Plant Based einen neuen, internationaleren Namen. Die vegane Linie gibt es seit sieben Jahren, die Nachfrage wächst laut Kaufland stetig. Bislang mussten komplett pflanzliche Artikel zusätzlich als vegan gekennzeichnet werden.

Mit dem neuen Namen soll das künftig ohne Zusatzhinweis klar sein. Auch die Bio-Linie bekommt einen internationalen Anstrich: K-Bio heißt bald K-Bio Organic. Kaufland orientiert sich damit stärker an seinen wachsenden Auslandsmärkten.

Müssen Kunden ihre Produkte neu suchen?

Wer ein bestimmtes Produkt sucht, sollte kurz umdenken. Der bekannte Name verschwindet aus dem Regal, die Rezeptur bleibt aber in aller Regel gleich. Kaufland betont, es handle sich in erster Linie um eine Umbenennung mit neuem Design.

Einkaufsvorstand Jochen Baab erklärt das Ziel hinter dem Umbau: „Mit dem neuen, einheitlichen Branding wird unsere Auswahl in den Filialen sichtbarer. Das hilft unseren Kunden, sich beim Einkauf besser zu orientieren, und macht unsere Eigenmarken leichter auffindbar.“ Alte und neue Verpackungen stehen vorerst noch länger parallel im Regal.