Supermarkt statt Wiesn? Diese Zahlen lassen Oktoberfest-Fans aufhorchen

Viele Höhepunkte auf dem Oktoberfest 2026 – und ganz Deutschland feiert mit. Zumindest kulinarisch! Frische Echtdaten des Online-Supermarkts Knuspr verraten nach der ersten Wiesn-Woche, wie stark das Spektakel das Einkaufsverhalten weit jenseits von München prägt.

Wer es nicht persönlich ins Festzelt schafft, holt sich die Gaudi eben nach Hause. Gemütlich auf der Couch, versteht sich. Besonders spät am Abend zeigt sich bundesweit ein überraschender Trend.

📌 Das steckt hinter dem Oktoberfest Ursprung als Hochzeitsfeier: Das erste Oktoberfest fand 1810 statt, und zwar zur Hochzeit von Kronprinz Ludwig (später König Ludwig I.) mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Gefeiert wurde mit einem Pferderennen. Die Theresienwiese: Das Festgelände heißt nach der Braut „Theresienwiese“. Die Münchner sagen dazu kurz „Wiesn“, und so nennen sie auch das Fest selbst. Nur Münchner Bier: Ausschenken dürfen nur die großen Münchner Brauereien, die nach dem Münchner Reinheitsgebot brauen: Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten. Getrunken wird aus der Maß, das ist ein Krug mit einem Liter. Start im September: Trotz seines Namens beginnt das Oktoberfest meist Mitte bis Ende September. Der Grund ist das wärmere Wetter. Traditionell endet es am ersten Sonntag im Oktober. Der Oberbürgermeister eröffnet das Fest mit dem Anstich des ersten Fasses und dem Ruf „O’zapft is!“.

Nachts im Supermarkt: Weißwurst schlägt Burger

An den Wiesn-Wochenenden zwischen 20 und 24 Uhr bestellten die Kunden beim Supermarkt deutlich anders als gewohnt. Pizza oder Burger? Fehlanzeige! Die Fast-Food-Klassiker dümpeln mit minus zwei Prozent vor sich hin. Dafür wanderten 2,6-mal so viele Weißwürste in den späten Warenkorb wie im August-Schnitt – ein Plus von 164 Prozent.

Auch andere bayerische Klassiker räumten ab: Leberkäse legte um 63 Prozent zu, frische Brezn um 61 Prozent. Die Botschaft aus dem Online-Supermarkt ist eindeutig. Zur späten Stunde hat die deftige Brotzeit das schnelle Fast Food klar abgehängt.

Weißwurst-Duell im Supermarkt: Berlin holt auf

Und die Hauptstadt? Beim Festbier hinkt Berlin noch hinterher, denn dort tauchte es erst zum Ende der ersten Festwoche im Sortiment auf. Kein Wunder also, dass Pils mit einem Anteil von 42,5 Prozent weiterhin dominiert.

Auf dem Teller sieht es dagegen ganz anders aus. Pro 1.000 Bestellungen landen in Berlin inzwischen 13,9 Weißwürste im Supermarkt-Korb – 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit rückt die Spree-Metropole den Münchnern mit ihren 19,8 Weißwürsten gefährlich nah auf die Pelle.

Doch nicht nur Herzhaftes boomt. Auch Naschkatzen kommen voll auf ihre Kosten! Verglichen mit dem August verbuchen Dampfnudeln und Germknödel ein Plus von 128 Prozent. Beim Kaiserschmarrn geht es um 74 Prozent nach oben.

Waffeln wiederum gehen im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so oft über die virtuelle Ladentheke – plus 107 Prozent. Für den Supermarkt sind die süßen Schmankerl damit die heimlichen Gewinner dieser Saison.