Seit dem 19. September läuft das diesjährige Oktoberfest. Erstmals wagte sich ein grüner Oberbürgermeister in München an den Fassanstich – und legte mit zwei Schlägen ein mustergültiges Debüt hin.
Doch nicht nur in Bayern spielt die Welt rund um die Wiesn verrückt: Zahlen des Online-Supermarkts Knuspr legen nahe, dass sogar im fernen Berlin die Lust auf Weißbier und Brezen sprunghaft ansteigt.
📌 Die Wiesn 2026 Termin: Das Oktoberfest 2026 findet vom Samstag, 19. September, bis Sonntag, 4. Oktober 2026 statt. Ort: Wie jedes Jahr wird das Fest auf der Theresienwiese in München ausgetragen. Jubiläum: Es handelt sich um die 191. Wiesn – das erste Oktoberfest fand bereits 1810 anlässlich der Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Ludwig statt. Termin-Regel: Der Starttermin folgt einem festen Muster – Beginn ist traditionell der Samstag nach dem 15. September, Ende ist der erste Sonntag im Oktober (fällt dieser auf den 1. oder 2. Oktober, wird bis zum 3. Oktober verlängert).
Wenn der Supermarkt zum Bierbarometer wird
Besonders auffällig in der Knuspr-Analyse: der Bierdurst der Berliner. Während der Wiesn-Wochen bestellten sie satte 142 Prozent mehr Festbier als im Vorjahr. Der absolute Absatz stieg sogar auf mehr als das 4,6-Fache. In München dagegen sank der Konsum von Oktoberfestbier sogar leicht, um 11 Prozent.
Der Trend verschiebt sogar die Vorlieben beim Bierstil. Pils verliert in Berlin knapp drei Prozentpunkte. Helles und Festbier legen dafür um fünf Prozentpunkte zu. Sogar Spaten Münchner Hell schaffte es auf Platz fünf der meistverkauften Biere der Hauptstadt.
Auch kulinarisch rüsten die Deutschen auf. Der Supermarkt registrierte beim Weißwurst-Absatz ein Plus von 182 Prozent gegenüber August. Süßer Senf legte um 122 Prozent zu, Leberkäse um 37 Prozent. Vegetarische und vegane Alternativen wachsen dagegen deutlich langsamer als die deftigen Originale.
Der Supermarkt verrät: Kater bleibt aus
Ein Mythos entpuppt sich beim genaueren Blick in die Lieferdaten des Supermarkts: der berüchtigte Kater-Montag. Elektrolyte, Ingwer-Shots, Rollmops oder Aspirin verkaufen sich montags nach den Festwochenenden genauso wie an gewöhnlichen Montagen. Nur ein Detail sticht heraus: Schon samstags vor den großen Feiern steigen die Schmerzmittel-Verkäufe um 16 Prozent.
Beim Essen zeigt sich trotzdem ein Stadt-Land-Gefälle. München bestellt fast fünfmal so viel Obatzda wie Berlin. Gegenüber August springt die Nachfrage dort um 66 Prozent. Leberkäse mögen mittlerweile alle, Obatzda bleibt Chefsache der Münchner. Beim Gebäck greifen sie fast nur zur klassischen Brezn.
