Nur wenige Personen werden in Deutschland so kontrovers diskutiert, wie Prinz Marcus von Anhalt. Der Adoptivsohn von Frederic von Anhalt und seiner (mittlerweile verstorbenen) Frau Zsa Zsa Gabor fiel in den vergangenen Jahren immer wieder durch Skandale auf. Er schoss mit einem Fußball auf eine lebendige Schildkröte, wurde 2021 aus der TV-Show „Promis unter Palmen“ gewählt, weil er sich einer anderen Kandidatin gegenüber homophob geäußert hatte. Sat.1 löschte die Folge kurzerhand aus der eigenen Mediathek. Und doch gibt es immer noch Menschen, die Marcus eine Bühne geben.
Unter anderem der YouTube-Kanal von „Max&Marian“. In einer Sequenz aus dem Gespräch, die mittlerweile über 800.000 Mal angesehen wurde, schimpft Prinz Marcus über Menschen, die nicht arbeiten, und stellt sich danach selbst in den Mittelpunkt.
📌 Prinz Marcus von Anhalt und seine Skandale Steuerhinterziehung: Marcus Prinz von Anhalt wurde 2016 wegen mehrerer Fälle von Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt; der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil 2017. Homophobie bei „Promis unter Palmen“: 2021 sorgte er mit homophoben Äußerungen gegenüber Dragqueen Katy Bähm für massive Kritik, woraufhin Sat.1 die Folge aus der Mediathek entfernte und ankündigte, ihn künftig nicht mehr in seinen Shows einzusetzen. Schildkröten-Video: 2023 veröffentlichte er ein Video, in dem er mit einem Fußball auf eine Riesenschildkröte schoss; nach einer Anzeige und einem zunächst erlassenen Strafbefehl wurde das Verfahren 2024 schließlich eingestellt.
Prinz Marcus schimpft über Bürgergeld-Leistungen
„Scheiß auf Bürgergeld und den ganzen Dreck, den es jetzt gibt. Arbeite was, und beweise dir selber, dass du es drauf hast“, so Marcus. „Ich habe Toiletten geputzt und ich bin stolz drauf“, gibt Prinz Marcus zu verstehen. Er habe es zu etwas gebracht, will Marcus damit wohl verdeutlichen. So habe er 2021 70 bis 80 Millionen Euro Gewinn gemacht. In dem Jahr habe er aber auch viel Glück gehabt, gibt der Millionär zu. Er habe in Krypto investiert, was scheinbar sehr gut funktioniert hat. „Ich war eigentlich nicht so der Kryptofachmann, aber ich habe immer Glück gehabt in dem Jahr. Da lief es wie verrückt. Das war schon cool“, grinst Prinz Marcus.
Man müsse sich selbst beweisen, so der Rat des Millionärs. Nur, wenn man sein Geld selbst verdiene, könne man richtig einschätzen, was es wert sei.
Nie wirklich gearbeitet hat dagegen Bürgergeld-Empfängerin Carola aus Köln. Sie lebt seit Jahren vom Amt. Und hat auch wenig Interesse, daran etwas zu ändern. Anders lässt sich ihr Bewerbungsgespräch jedenfalls nicht interpretieren.
