Kaffee, Zucker oder Getreide: Ein extrem starker Super-El-Niño könnte bald für Verbraucher massive Konsequenzen haben. Das Wetterphänomen gewinnt derzeit deutlich an Stärke. Experten alarmieren und rechnen mit erheblichen Auswirkungen auf das Wetter. Auch die Preise könnten massiv ansteigen.
El Niño ist kein neues Wetterphänomen. Nach Angaben der Weltwetterorganisation WMO besteht eine Wahrscheinlichkeit von 100 Prozent, dass El Niño bis Februar 2027 anhält. Es soll sich in den nächsten Monaten weiter verstärken und gegen Ende 2026 seinen Höhepunkt erreichen.
📌 Diese Regionen könnten besonders stark betroffen sein: Vietnam: Das Wetterphänomen sorgt für trockenere Bedingungen. Dadurch könnte die Robusta-Kaffeernte leiden. Brasilien: Hitze und unregelmäßige Niederschläge bedrohen auch hier die Kaffeeproduktion. Australien: Trockenheit birgt enorme Risiken für die australische Weizenproduktion und Exporte.
Alles Wichtige über El Niño & seine Folgen
Doch was ist El Niño eigentlich genau? Aktuell erwärmt sich das Oberflächenwasser im zentralen und östlichen tropischen Pazifik ungewöhnlich stark. Dadurch können sich Niederschläge und Temperaturen in vielen Teilen der Welt verändern.
Die Folgen: In manchen Regionen drohen Dürren und extreme Hitze, an anderen Orten Starkregen und Überschwemmungen. Das kann die Landwirtschaft treffen. Besonders im Fokus stehen Kaffee, Kakao, Zucker und Palmöl. Der Klimarisikoanbieter Risilience warnt in einem Extremszenario sogar vor einem Rückgang der weltweiten Agrarproduktion von 14,3 Prozent.
Auch Ernten von Mais und Weizen könnten in wichtigen Anbauregionen unter Trockenheit oder starken Niederschlägen leiden. Die Folgen für Verbraucher: extreme Preisanstiege. Laut UBS haben frühere starke El-Niño-Phasen die Preise häufig um 20 bis 50 Prozent nach oben getrieben. Bei Zucker waren sogar Anstiege von 20 bis 60 Prozent zu beobachten.
Auch Energie könnte betroffen sein
Für Verbraucher könnten die Folgen über Lebensmittel hinausgehen. So können extreme Hitze und Trockenheit auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft beeinträchtigen. Zudem können hohe Temperaturen gleichzeitig den Strombedarf für Kühlung erhöhen. Auch Probleme bei Rohstoffen und Lieferketten könnten für enormen Preisdruck sorgen.
Wie stark die Menschen in Deutschland die Folgen tatsächlich merken, ist noch offen. Die WMO betont deutlich: Ein besonders starker El Niño bedeutet nicht automatisch, dass die Auswirkungen in jeder einzelnen Region stark ausfallen.
