Nach Hormus-Ansage: Mullahs lachen Trump-Regierung aus – „Clown-Crew“

Erst zeichnet Donald Trump die Straße von Hormus kurzerhand als US-Gebiet auf einer Karte ein. Jetzt schlägt Teheran zurück – mit blankem Spott. Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf macht sich öffentlich über Trumps Regierung lustig. Gleich mehrere Minister nennt er Teil einer „Clown-Crew“.

Mitten im Machtpoker um die Meerenge zieht Teheran also über Trumps Kabinett her. Auf X nimmt Ghalibaf Finanzminister Scott Bessent und Kriegsminister Pete Hegseth aufs Korn. Beide seien ihrer Aufgabe schlicht nicht gewachsen, so sein Vorwurf.

📌 Darum ist die Straße von Hormus so wichtig Die Straße von Hormus gehört zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman wird ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Erdöls transportiert. Kommt es dort zu Angriffen oder einer Blockade, können die Ölpreise steigen und Lieferketten weltweit unter Druck geraten. Die jüngste Eskalation des Iran-Kriegs wurde durch Angriffe auf Schiffe in der Meerenge ausgelöst.

Trumps Minister als Zielscheibe des Spotts

Dann legt Ghalibaf nach. Die Amerikaner sollten nicht länger darauf hoffen, dass eine „Clown-Crew“ „ein Kaninchen aus dem Hut zaubert und das Chaos beseitigt“. Auslöser der Spitzen: Trump hatte kurz zuvor erneut betont, wenig von neuen Verhandlungen mit dem Iran zu halten. Vor wenigen Tagen veröffentlichte er die umstrittene Landkarte.

Bereits Anfang der Woche hatte Trump bei „Fox News“ erklärt, er habe „keine Eile“ mit einem Abkommen. Über Teherans Führung sagte er: „Sie sind gute Pokerspieler, aber sie gehen zugrunde.“

Trump und Iran im gefährlichen Nervenkrieg

Der Streit wiegt schwer. Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Ein Großteil des internationalen Ölhandels läuft durch die Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel.

Teheran hält die Wasserstraße weiterhin blockiert. Als Gegenleistung verlangt der Iran weitreichende Zugeständnisse: die Aufhebung von Ölsanktionen, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und ein Ende militärischer Operationen in der Region.

Wie brenzlig die Lage inzwischen ist, zeigt ein neuer Vorfall auf See. Die britische Behörde „UK Maritime Trade Operations“ meldet: Ein Handelsschiff wurde von einem „unbekannten Projektil“ getroffen. Ein Besatzungsmitglied erlitt Verletzungen, der Maschinenraum wurde beschädigt. Die Ursache klärt derzeit eine Untersuchung.

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Nahost-Experte Jonathan Schanzer von der „Foundation for Defense of Democracies“ sieht ein gefährliches Machtspiel zwischen Washington und Teheran. Dem „Washington Examiner“ sagte er, Irans Führung hoffe offenbar, die USA über steigende Ölpreise und anhaltenden Druck zum Einlenken zu zwingen.