Donald Trump (80) hat bei den US-Zwischenwahlen einiges zu verdauen. Die Republikaner verloren am Dienstag (3. November) ihre Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat. Während die Wahlergebnisse einliefen, nahm sich der US-Präsident allerdings einen ganz anderen Gegner vor: ausgerechnet Fox News. Vor allem eine Moderatorin bekam seinen Ärger zu spüren.
Auf seiner Plattform Truth Social beschimpfte Trump die politische Kommentatorin Jessica Tarlov (42), die bei Fox News regelmäßig die Positionen der Demokraten vertritt. „Ich kann Jessica Tarlovs Stimme nicht ertragen“, schrieb der Präsident. Sie sei „dumm wie ein Stein“ und eine „Verliererin“. Er müsse den Raum verlassen, bis sie nicht mehr auf dem Bildschirm zu sehen sei.
📌 Das sind die Midterms in den USA Die Zwischenwahlen finden alle zwei Jahre statt, jeweils zur Hälfte einer Präsidentenamtszeit. Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus werden neu vergeben. Im Senat steht jeweils ungefähr ein Drittel der Sitze zur Wahl. Bei den Wahlen am 3. November 2026 gewannen die Demokraten die Mehrheit in beiden Kongresskammern.
Trump beschimpft Fox-News-Moderatorin – dann folgt eine SMS
Dabei blieb es nicht. Wenig später berichtete Fox-Moderator Greg Gutfeld während der Sendung „The Five“, eine Nachricht von Trump erhalten zu haben. „Greg, sag Tarlov, dass sie die Schlechteste ist“, las Gutfeld daraus vor. Anschließend folgten Behauptungen des Präsidenten über Benzinpreise, Inflation und den Iran.
Tarlov nahm die Attacke mit Humor. Ihr Rat an den Kollegen: Er solle auf solche Nachrichten einfach mit „Stop“ reagieren. Über den ungewöhnlichen Austausch berichtete unter anderem das US-Medienportal „Mediaite“.
Trump macht Fox News schwere Vorwürfe
Dabei gilt Fox News seit Jahren als einer der wichtigsten konservativen Nachrichtensender der USA. Trump ist dort regelmäßig zu Gast und pflegt enge Kontakte zu mehreren Moderatoren.
Die Berichterstattung scheint ihm dennoch nicht zu gefallen. Bereits vor Bekanntwerden der Wahlergebnisse beklagte er auf Truth Social die angeblich gesunkenen Einschaltquoten. Diese seien nicht wegen seiner Person zurückgegangen, sondern weil sich der Sender gegen ihn stelle.
Auch die Umfragen von Fox News griff Trump an. Er warf dem Sender vor, die Fragen gezielt zu seinen Ungunsten zu formulieren und den Demokraten zu viel Sendezeit einzuräumen.
Nach Wahlschlappe: Trump gibt Republikanern die Schuld
Am späteren Abend trat Trump dennoch wieder bei Fox News auf. In einem Telefoninterview stellte er das Wahlergebnis nicht als persönliche Niederlage dar. Stattdessen machte er unter anderem unbeliebte republikanische Kandidaten für die Verluste verantwortlich.
Mit der neuen demokratischen Mehrheit im Kongress dürfte es für den Präsidenten schwieriger werden, seine Gesetzesvorhaben durchzusetzen. Trump kündigte bereits an, sein Vetorecht gegen Gesetze einzusetzen, die er ablehnt.
Trotz seiner scharfen Attacken auf Fox News war der Präsident also noch am selben Abend wieder in dem Sender zu hören.
