Schon wieder Umbruch in Merz-Regierung: ER soll nach Rücktritt Bas‘ Amt übernehmen

Kaum ist die SPD-Politikerin Bärbel Bas zurückgetreten, steht schon ein neuer Arbeitsminister fest. Alexander Schweitzer soll das Amt in Zukunft übernehmen. Der 53-Jährige ist ehemaliger SPD-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz.

Erst im Sommer hatte der Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der Unionsfraktion für Bewegung in der Regierung von Kanzler Merz gesorgt. Thorsten Frei, bisher Kanzleramtschef, übernahm Spahns Posten. Die Regierung musste deshalb neu aufgestellt werden.

📌 Das ist Alexander Schweitzer Geboren auf dem Wasser: Schweitzer wurde 1973 in Landau in der Pfalz geboren. Seine ersten sechs Lebensjahre verbrachte er mit seiner Familie auf den Frachtschiffen seines Vaters, eines Binnenschiffers. 2,06 Meter groß: Wegen Rückenbeschwerden wurde er ausgemustert. Früh in der SPD: Mit 16 Jahren trat er 1989 in die Partei ein. Sozialminister mit Erfahrung: In Rheinland-Pfalz war er schon zweimal Arbeits- und Sozialminister, 2013 bis 2014 und 2021 bis 2024. Privates: Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt seit 2016 vegan. Außerdem ist er Fan des 1. FC Kaiserslautern.

Schweitzer wird Arbeitsminister

Der Jurist Schweitzer war von 2024 bis 2026 Ministerpräsident. Bei der Landtagswahl im März dieses Jahres verlor er mit der SPD. Seitdem wurde spekuliert, dass er ins Bundeskabinett nach Berlin wechseln könnte. Schweitzer ist derzeit einer der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden und Fraktionschef im rheinland-pfälzischen Landtag.

Er übernimmt das Ministerium in schwierigen Zeiten. Es stehen mehrere Reformen an. Unter anderem soll die Rentenreform noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden.

Merz äußert sich zu Bas Entscheidung

Bas begründete ihren Rückzug mit dem Tod ihrer Stieftochter. Sie brauche Zeit, um den Verlust zu verarbeiten. Aus diesem Grund verzichtet sie auch auf den Posten als SPD-Co-Vorsitzende.

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Kanzler Merz äußerte sich nach dem Rücktritt auf X. Er habe Respekt vor ihrer Entscheidung. „Bärbel Bas und ich haben in der Bundesregierung vertrauensvoll zusammengearbeitet. Für das Engagement danke ich ihr. Ihre Entscheidung verdient Respekt“, schrieb er. Als Vater und Großvater könne er nur ahnen, wie schwer dieser Verlust wiegt.

Zuletzt gab es schon Wechsel im Kabinett

Erst vor Kurzem hatte Merz sein Kabinett umgebaut. Nina Warken gab das Gesundheitsministerium ab und leitet jetzt als Bundesministerin für besondere Aufgaben das Kanzleramt. Ihr Nachfolger im Gesundheitsressort ist Carsten Linnemann, bisher CDU-Generalsekretär. Seinen Posten in der Parteizentrale übernahm kommissarisch Franziska Hoppermann.

Auch im Verkehrsministerium gab es einen Wechsel. Patrick Schnieder musste gehen, Steffen Bilger übernimmt.