Trump auf Namens-Mission! US-Präsident will wieder etwas umbenennen

Erst der Golf, dann der See, jetzt der Ozean: US-Präsident Donald Trump (80) will seinen Namen auf der Weltkarte verewigen.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Clarksville im Bundesstaat Tennessee brachte er die nächste Umbenennung ins Spiel.

📌Diese Orte wollte Trump schon umbenennen Golf von Mexiko → „Golf von Amerika“: Das ließ er am 20. Januar 2025 per Dekret umsetzen. Denali → „Mount McKinley“: Auch der höchste Berg der USA bekam im selben Dekret seinen alten Namen zurück. Ontariosee → „Amerikasee“: Im August 2026 ordnete er das per Dekret an, mitten im Handelsstreit mit Kanada. New Mexico → „New America“ und Straße von Hormus → „Trump-Straße“: Beides brachte er ins Gespräch, umgesetzt wurde es bisher nicht. Kennedy Center und US-Friedensinstitut: Das Friedensinstitut heißt seit Dezember 2025 „Donald J. Trump Institute of Peace“. Beim Kennedy Center stoppte ein Richter die Umbenennung.

Trump will Atlantik oder Pazifik nach sich benennen

„Also brauchen wir einen Fluss, wir brauchen einen Ozean“, sagte Trump. „Ich habe deshalb überlegt, entweder den Atlantik oder den Pazifik umzubenennen. Wir könnten ihn Trump-Ozean oder Ozean der Amerikaner nennen, irgendetwas in der Art.“ So zitiert ihn die „New York Post„. Eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses zu dem Ozean-Vorschlag gibt es bislang nicht.

Auch einen Fluss hat Trump im Blick. Den Hudson River will er verschonen. Dessen Namensgeber Henry Hudson habe „vor langer Zeit gute Arbeit geleistet“, als er ihn hinaufsegelte. Der Mississippi behält ebenfalls seinen Namen. Trump sagte, er liebe den Bundesstaat Mississippi, den er mit großem Vorsprung gewonnen habe.

Vom Golf von Amerika bis zum Amerikasee

Neu ist Trumps Lust an Umbenennungen nicht. Gleich am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit, dem 20. Januar 2025, unterzeichnete er die Executive Order 14172 mit dem Titel „Restoring Names That Honor American Greatness“. Sie ließ den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ umbenennen und den Berg Denali in Alaska wieder „Mount McKinley“ heißen, so „Hoodline“ unter Berufung auf das Federal Register.

Im August folgte der Ontariosee. Mitten im eskalierenden Handelsstreit mit Kanada unterzeichnete Trump ein Dekret, das den See in „Lake America“ („Amerikasee“) umbenennt. Die Änderung sei „sofort wirksam“, sagte er. Zuvor hatte er auf einer Karte den alten Namen durchgestrichen.

Weitere Ideen blieben bislang nur Ankündigungen. Aus dem Bundesstaat New Mexico könnte nach Trumps Vorstellung „New America“ werden. Die strategisch wichtige Straße von Hormus brachte er als „Trump-Straße“ ins Gespräch. Umgesetzt wurde beides bisher nicht.

Gilt der Name überhaupt weltweit?

Selbst wenn Trump einen Ozean umbenennen lässt, würde der neue Name nicht automatisch überall gelten. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, dürfen US-Behörden Namen auf eigenen Karten und in Bundesdokumenten ändern. Andere Staaten und internationale Organisationen sind daran nicht gebunden.

Beim Golf von Mexiko zeigt sich das bereits. Mexiko akzeptiert die Umbenennung nicht. Google Maps zeigt für Nutzer in den USA „Golf von Amerika“, in Mexiko „Golf von Mexiko“ und überall sonst „Golf von Mexiko (Golf von Amerika)“.

Auch mit Aussagen zur Ukraine hatte Trump erst vor Kurzem erneut polarisiert. Er warf Selenskyj vor, für die Öl-Krise in den USA verantwortlich zu sein.