Donald Trump steht vor den Zwischenwahlen unter Druck. Der US-Präsident will vorher keine neue Eskalation im Iran-Krieg riskieren. Hinter den Kulissen lässt er aber offenbar schon die nächsten Schritte prüfen.
Medienberichten zufolge traf Trump dafür einen hochrangigen Militär. Was danach folgt, bleibt offen. Fest steht: Der Iran-Krieg belastet Trump auch im Wahlkampf.
📌 Folgen bei einem möglichen Wahlsieg der Demokraten: Die Demokraten könnten im Repräsentantenhaus dafür sorgen, wer Sprecher wird und wer die Leitung der parlamentarischen Ausschüsse übernimmt. Außerdem hätten sie größeren Einfluss auf die Tagesordnung Sie könnten bestimmen, welche Gesetzesvorhaben zur Abstimmung gelangen. Wichtige Überlegungen von Trump könnten blockiert werden.
Seltenes Treffen im Weißen Haus
Trump hat sich laut Medienberichten persönlich zum weiteren Vorgehen im Iran-Krieg beraten lassen. Er traf dafür einen ranghohen Militärchef. Solche Treffen sind selten.
Das „Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf US-Beamte: Admiral Brad Cooper, Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), war gestern im Weißen Haus. Er stellte Trump unter anderem militärische Optionen im Iran vor. Die Zeitung wertet das als mögliches Zeichen. Ein bedeutender Einsatz der US-Streitkräfte könnte bevorstehen.
Blockade und Hormus im Fokus
Auch das Nachrichtenportal „Axios“ beruft sich auf US-Beamte. Demnach drehte sich Coopers Briefing vor allem um die US-Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete. Trump wollte vom Centcom-Chef persönlich wissen, ob die Blockade funktioniert.
Cooper informierte Trump zudem über den Einsatz in der Straße von Hormus. Die US-Marine begleitet dort seit Monaten zivile Schiffe durch die Meerenge. So soll der Handel mit Öl und Flüssiggas wieder möglich werden. Laut „Axios“ ging es auch um die wirtschaftliche Druckkampagne der USA gegen den Iran.
An dem Treffen nahmen den Berichten zufolge weitere Spitzenleute teil. Dazu zählen Generalstabschef Dan Caine, Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Kabinettsmitglieder.
Neue Angriffe nach der Wahl?
Seit Längerem gibt es laut „ntv“ Spekulationen über neue Angriffe. Die USA und Israel sollen sie für die Zeit nach den Zwischenwahlen planen.
Zuletzt berichteten US-Medien aber auch über diplomatische Bemühungen. Trumps Regierung und regionale Vermittler hätten neue Anstrengungen für eine Lösung des Konflikts unternommen. Federführend sei US-Vizepräsident JD Vance beteiligt.
Energiepreise als Druckmittel
Die Straße von Hormus gehört seit Längerem zu den zentralen Streitpunkten zwischen Washington und Teheran. Iranische Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Schiffe in der Meerenge in den vergangenen Wochen verstärkt. Die Route ist für den weltweiten Ölhandel zentral.
Teheran will Trump vor den Kongresswahlen mit steigenden Energiepreisen unter Druck setzen. Bei Trumps Wählern kommen diese Preise schlecht an. Den Iran-Krieg hat Trump selbst begonnen. Die gestiegenen Spritpreise belasten ihn im aktuellen Wahlkampf erheblich. Sie belasten auch seine republikanischen Parteikollegen.
Donald Trump wird bei Wahlveranstaltungen der Republikaner momentan heftig angegangen. Er vermutet eine Taktik dahinter.
