Grüne wollen Dönerpreisbremse durchsetzen: Doch Felix Banaszak blamiert sich im Imbiss

Bei einer Wahlkampfaktion zum Thema Dönerpreisbremse stand Grünen-Co-Vorsitzender Banaszak selbst hinterm Verkaufstresen. Dabei wollte ihn das rechte „COMPACT-Magazin“ interviewen. Das Gespräch verlief nicht gerade gut.

Auch die Grünen führen für die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September einen Wahlkampfendspurt. Als Aktion dafür hat die Partei am Freitag (14. August) für zwei Stunden unter dem Motto „DÖNER für nur 4€ – den Rest zahlen wir!“ auf dem Hasselbachplatz in Magdeburg Döner vergünstigt verkauft. Eine Mitarbeiterin des „COMPACT-Magazins“ hat den Grünen-Politiker Banaszak dabei besucht und ein Interview führen wollen. Der kurze Wortabschlag zwischen den beiden sorgte online für Kritik an Banaszak.

📌 Das „COMPACT-Magazin“ Das monatlich erscheinende Magazin wurde im Jahr 2010 von Jürgen Elsässer gegründet und entwickelte sich zu einem zentralen Sprachrohr der Rechtsextremen in Deutschland. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stufte das Medium im Jahr 2021 als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ ein. Im Juni 2024 erließ das Bundesinnenministerium ein Verbot gegen die Compact-Magazin-GmbH und wertete sie als verfassungsfeindliche Organisation. Das verhängte Verbot des
„COMPACT-Magazins“ wurde am 24. Juni 2025 offiziell aufgehoben.

Banaszak: „Der Faschismus, den ihr mitvertretet, ist das größte Problem“

Während der Grünen-Politiker reduzierte Döner verkaufte, trat auch die Mitarbeiterin des „COMPACT-Magazins“ in das Geschäft und fragte den Politiker: „Rechte essen heimlich Döner. Bekommen wir auch einen?“ Damit machte sie eine Anspielung auf ein bekanntes satirisches Internet-Meme und den Titel eines viralen Gedichts der Lyrikerin Clara Lösel aus dem Jahr 2024. Banaszak reagierte darauf genervt und wiederholte mehrfach: „Ihr seid ja so witzig.“

Daraufhin setzte die junge Frau nach und fragte: „Denken Sie, die Dönerpreisbremse ist das wichtigste Problem der Leute hier in Sachsen-Anhalt?“ Die Antwort des Grünen-Politikers folgte prompt: „Nein, ich denke, der Faschismus, den ihr mitvertretet, ist das größte Problem und deswegen engagieren wir uns dagegen und sorgen dafür, dass die AfD keine rechtsextreme Mehrheit bekommt. Schönen Tag noch.“ Die Mitarbeiterin ließ sich damit jedoch nicht abspeisen und kam auf die aktuell eher schlechten Umfragewerte der Grünen zu sprechen.

Online-Nutzer reagierten kritisch

Laut aktuellen Umfragewerten liegen die Grünen bei fünf Prozent und müssen somit um den Einzug ins Parlament in Sachsen-Anhalt bangen. Als Banaszak dann die Frage gestellt bekam, ob man in einer Demokratie nicht mit allen sprechen sollte, folgte genervt die Antwort: „Offensichtlich rede ich ja gerade, aber ich würde sagen, ich habe alles gesagt, was ich zu sagen habe.“ Danach wendete er sich neuen Kunden zu und ignorierte die Interviewerin bewusst. Diese drehte sich dann zur Kamera um und sagte: „Felix Banaszak möchte nicht mit uns reden. Wir haben es probiert.“

Unter dem Video auf „X“ reagierten viele Nutzer kritisch auf das Verhalten des Grünen-Politikers. Einer schrieb: „Meine Güte. Kann man nicht mal wenigstens ein, zwei Sätze vernünftig wechseln? Man muss sie ja nicht lieben, aber normal miteinander umgehen.“ Diese Meinung teilten auch weitere Nutzer. Viele kritisierten auch, dass Banaszak nur die „Faschismuskeule“ rausgeholt habe, statt sich argumentativ auf das Gespräch eingelassen zu haben.

Die anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt sind in weniger als drei Wochen. Zuletzt sorgte das BSW für brisante Informationen im Wahlkampf.