Schock-Szene bei Formel-1-Chaos: Hülkenberg entgeht knapp einer Katastrophe

Das hätte die Formel 1 ganz und gar nicht gebraucht! Beim Großen Preis von Bahrain in Malaysia erwischt Nico Hülkenberg bei seinem letzten Boxenstopp fast einen Mechaniker. Nur blitzschnelle Reaktion verhindert ein echtes Unglück.

Der Deutsche kommt in Runde 35 wegen des virtuellen Safety-Cars an die Box, um neue Reifen zu holen. Nach dem Wechsel springt die Ampel zu früh auf Grün. Hülkenberg gibt Gas, doch vorne links steht noch ein Mechaniker am Frontflügel.

📌 Fakten zu Nico Hülkenberg Formel-1-Debüt: Hülkenberg startete 2010 in der Formel 1 und fuhr seitdem unter anderem für Williams, Force India, Sauber, Renault, Haas und mittlerweile Audi. Negativrekord gebrochen: Lange Zeit hielt Hülkenberg den unrühmlichen Rekord der meisten Grand-Prix-Starts ohne Podiumsplatz – er übertraf dabei sogar die bisherige Bestmarke von Adrian Sutil (128 Rennen ohne Podium). Historisches Podium 2025: Nach 239 Rennen ohne Podest feierte Hülkenberg beim Großen Preis von Großbritannien 2025 für Sauber endlich seinen ersten Podiumsplatz (3. Platz) und beendete damit seine lange Durststrecke. Le-Mans-Sieger: Abseits der Formel 1 gewann Hülkenberg 2015 die 24 Stunden von Le Mans mit Porsche – bis zu seinem F1-Podium 2025 galt dieser Erfolg als Höhepunkt seiner Motorsport-Karriere.

Formel-1-Ampel löst gefährlichen Moment aus

Hülkenberg erkennt die Gefahr sofort und bremst geistesgegenwärtig ab. Er reagiert sogar schneller als die Ampel selbst, die erst einen Wimpernschlag später wieder auf Rot springt. Ein Albtraum-Szenario für die Formel 1 bleibt so gerade noch aus.

Wie die „Bild“ erfuhr, geht es dem Mechaniker gut, auch Sky bestätigte den Vorfall live im Bild. Audi veröffentlichte danach ein Statement: „Der Mechaniker blieb unverletzt und nahm an allen weiteren Boxenstopps des Teams teil.“ Hätte Hülkenberg nicht reagiert, hätte sich der Mitarbeiter leicht das Bein brechen können.

Pech setzt sich für Hülkenberg fort

Sportlich lief es für den Audi-Piloten am Ende trotzdem nicht rund. Arvid Lindblad überholte ihn in der vorletzten Runde und schob ihn auf Platz 11 ab. Bereits zum zweiten Mal in Folge verlor Hülkenberg so kurz vor Schluss wichtige Punkte, schon in Baku musste er sich Carlos Sainz geschlagen geben.

Damit verpasst Audi bereits zum neunten Mal in dieser Saison die Top 10, ein echter Negativrekord in der Formel 1. Ob Hülkenberg seinen 11. Platz überhaupt behält, ist zudem offen. Die Rennleitung kündigte an, sich den Vorfall am Boxenstopp nach dem Rennen genauer anzuschauen. Eine Strafe ist nicht ausgeschlossen.

Besser lief es für Max Verstappen: Der viermalige Weltmeister feierte seinen ersten Saisonsieg in einem chaotischen Rennen, das erst mit 100 Minuten Verspätung startete. In der Fahrerwertung führt sieben Rennen vor Schluss weiterhin Kimi Antonelli mit 320 Punkten vor George Russell, der wegen eines Antriebsproblems vorzeitig ausschied.