Cyberangriff legt Albert Heijn lahm: Leere Regale in den Niederlanden

Leere Regale, gestrichene Rabatte, manipulierte Kühlschränke: Ein Cyberangriff auf den Handelsriesen Ahold Delhaize sorgt für Chaos. Am Dienstag, 13. Oktober, merken das vor allem Kunden von Albert Heijn. Quer durch die Niederlande kommt weniger Ware in den Läden an.

Schuld sind Störungen in mehreren Vertriebszentren. Dort läuft die Logistik nicht mehr rund. Doch damit nicht genug: Unbekannte haben sich Zugang zu einer Reihe von Kühlschränken in den Supermärkten verschafft. Aus der Ferne verändern sie Anzeigen und Temperaturen.

📌 Albert Heijn in den Niederlanden Gründung: Albert Heijn wurde 1887 in Oostzaan in den Niederlanden gegründet und zählt zu den bekanntesten Supermarktketten des Landes. Filialen: Die Kette betreibt mehr als 1.200 Geschäfte in den Niederlanden und Belgien. Unternehmen: Albert Heijn gehört zum internationalen Handelskonzern Ahold Delhaize, zu dem auch weitere Supermarktketten gehören. Sortiment: Besonders bekannt ist Albert Heijn für seine große Auswahl an Fertiggerichten, frischen Lebensmitteln, Snacks und Eigenmarkenprodukten. Besonderheit: Mit „Albert Heijn to go“ betreibt das Unternehmen kleinere Geschäfte, beispielsweise an Bahnhöfen, die auf Snacks, Getränke und schnelle Mahlzeiten spezialisiert sind. Ist dieses Gespräch bisher hilfreich?

Was Kunden in den Niederlanden jetzt erwartet

Wie es weitergeht, hängt vom Standort ab. Albert Heijn rechnet in den kommenden Tagen mit Engpässen, die je nach Filiale und Warengruppe variieren. Besonders frisches Obst und Gemüse dürfte knapp werden. Tiefkühlkost, Brot und länger haltbare Lebensmittel sollen dagegen besser verfügbar bleiben.

Auch digital hakt es an mehreren Stellen. Die normale Bonuskarte zählt weiterhin. Persönliche Rabatte und Sparaktionen können Kunden aktuell aber nicht einlösen. Deshalb sollten Schnäppchenjäger ihre Kassenzettel aufheben. Sobald die Störung vorbei ist, erstattet das Unternehmen die entgangenen persönlichen Rabatte.

Preisschilder in den Niederlanden zeigten alte Aktionen

Zeitweise gerieten sogar die Preisanzeigen durcheinander. Teils leuchteten dort noch die Aktionspreise der Vorwoche auf. Seit Dienstagvormittag stimmen die Preise laut Unternehmen wieder. Aktuelle Rabatte fehlen auf den Schildern jedoch weiterhin. An der Kasse zieht das System sie korrekt ab.

Der Angriff begann bereits am Sonntagnachmittag. Er trifft nicht nur Albert Heijn: Auch die Ketten Etos und das belgische Delhaize kämpfen mit den IT-Problemen des Mutterkonzerns Ahold Delhaize.

Vorsorglich nahm der Konzern mehrere Websites, Apps und Kundendienste vom Netz. Einkaufslieferungen finden derzeit nicht statt. Wer hinter der Attacke steckt, weiß bislang niemand. Ahold Delhaize arbeitet nach eigenen Angaben an der Behebung der Störung.