Endlich wieder ein Lichtblick für Friedrich Merz und seine Union – oder doch nicht? Nach monatelangem Abwärtstrend geht es für CDU und CSU in einer neuen Umfrage erstmalig wieder bergauf.
Doch von einer Trendwende kann noch keine Rede sein. Außerdem macht der Kanzler beim Deutschen Arbeitgebertag 2026 deutlich, dass bei ihm Beliebtheit nicht an erster Stelle steht. Aussagen, die viele Menschen im Publikum zum Lachen bringen und für Verwunderung sorgen. Hier alle Entwicklungen im Überblick.
📌 Aktuelle Wahlumfrage der „Forschungsgruppe Wahlen“ (Oktober 2026) lässt Merz alt aussehen: Merz hängt hinterher: Die AfD erreicht 28 Prozent, CDU/CSU kommen auf 21 Prozent. Beide Werte bleiben unverändert. Grüne legen zu: Mit 15 Prozent (ein Prozentpunkt mehr) liegen sie vor der SPD. Sie steht bei 13 Prozent. Linke stabil: Die Partei kommt weiter auf 12 Prozent. FDP abgeschlagen: Mit 3 Prozent bleibt sie deutlich unter der Fünfprozenthürde. Die anderen Parteien erreichen zusammen 8 Prozent (ein Prozentpunkt weniger).
Merz zeigt sich selbstbewusst
Die Regierung steckt seit Wochen in einer extremen Krise. Passend dazu wird Merz beim Deutschen Arbeitgebertag auf mögliche Konflikte angesprochen. Es stellt sich die Frage, ob er bereit sei, diese einzugehen, um Deutschland wettbewerbsfähiger zu machen.
Der Kanzler antwortet, er stecke bereits mittendrin. Dann folgt ein bemerkenswerter Satz: „Ich habe nicht die Absicht, der Liebling der Nation zu werden.“ Es zeigt sich: Der 70-Jährige ist bereit, für seine politischen Ziele auch Gegenwind in Kauf zu nehmen. Doch damit nicht genug. Er fügt entschlossen hinzu: „Wenn ich in diesem Konflikt nicht wäre, dann wäre ich in den Umfragewerten besser.“
Neue Umfrage gibt einen kleinen Grund zur Freude
Überraschend: In der aktuellen „Insa“-Umfrage für die „Bild“ legt die Union um einen Prozentpunkt zu und erreicht 18,5 Prozent. Es ist der erste Anstieg seit elf Wochen. Zuletzt hatte die Union am 28. Juli 2026 hinzugewonnen. Doch klar ist: Trotz des kleinen Erfolgs bleibt die Lage für Merz und seine Regierung angespannt. Denn die 18,5 Prozent entsprechen einem früheren Tiefstwert aus dem Oktober 2021.
Die AfD verliert zwar einen halben Prozentpunkt, liegt mit 30 Prozent aber weiter auf Platz eins. Noch bitter sieht es für den Koalitionspartner der Merz-CDU und der CSU aus. So verliert die SPD einen ganzen Prozentpunkt und fällt auf 13,5 Prozent. Damit rutschen die Sozialdemokraten auf Platz vier ab.
Der dritte Platz gehört den Grünen. Sie erreichen trotz leichter Verluste 14 Prozent. Die Linke steht bei 10 Prozent, während FDP und BSW mit 4,5 Prozent beziehungsweise 3,5 Prozent an der Fünfprozenthürde scheitern würden.
Andere Umfragen unterscheiden sich deutlich
Zudem spannend: Was bedeutet das nun für die Bundesregierung? Zusammen kommen CDU, CSU und SPD weiter nur auf 32 Prozent. Zusätzlich brisant: Ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken käme rechnerisch auf 37,5 Prozent und läge damit deutlich vor einer Bündnis der Merz-CDU, CSU und der SPD.
Und auch andere Umfrageinstitute sehen die AfD vor der Union. Bei „Forsa“ kommen CDU und CSU auf 19 Prozent, die AfD erreicht 26 Prozent. Der Abstand beträgt damit sieben Prozentpunkte und fällt geringer aus als bei „Insa“.
Viele Menschen waren fassungslos. So reagierte Friedrich Merz auf den Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas.
