Trump plant Erschießung live im TV: Jetzt reagiert sein eigenes Lager

Donald Trump steht vor einer Entscheidung mit Sprengkraft. Seine Regierung plant, eine Hinrichtung im US-Militär live zu übertragen. Nun wächst der Widerstand, und er kommt auch aus dem eigenen Lager.

Im Mittelpunkt steht ein Fall, der Amerika seit Jahren beschäftigt. Trumps Verteidigungsminister Pete Hegseth will das Vorhaben umsetzen. Prominente Republikaner warnen vor den Folgen. Auch kirchliche Stimmen melden sich zu Wort.

📌 Erst vor Kurzem misslang eine Hinrichtung: Die wegen Mordes verurteilte Christa Pike überstand zwei Verabreichungen des tödlichen Mittels Pentobarbital. Die 50-Jährige kann inzwischen wieder laufen. Ihr Anwalt befürchtet jedoch langfristige gesundheitliche Folgen. Der Vorfall hatte die Debatte über die Todesstrafe in den Vereinigten Staaten zuvor erneut angeheizt.

Trump-Regierung: Hegseth kündigte Live-Übertragung an

Hegseth nennt sich selbst „Kriegsminister“. Er hat angekündigt, die Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Hasan zu übertragen. Ein militärisches Erschießungskommando soll das Urteil vollstrecken. Der Termin steht bereits. Die Hinrichtung ist derzeit für den 3. Dezember angesetzt.

Hasan wäre der erste Mensch seit 1945, der durch ein Erschießungskommando des US-Militärs hingerichtet wird. Trumps Regierung betritt damit historisches Terrain.

Republikaner warnen vor Hinrichtungs-Übertragung

Hasan wurde 2013 zum Tode verurteilt. Er hatte auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas 13 Menschen erschossen. Rund 30 weitere verletzte er.

Mike Johnson ist Sprecher des Repräsentantenhauses und Republikaner. Er warnt Trumps Regierung vor einer öffentlich übertragenen Hinrichtung. Dem TV-Sender CBS sagte er: „Die Sorge wäre, dass man ein Video produzieren würde, das als Rekrutierungsinstrument für zukünftige Terroristen dienen könnte.“ Er fügte hinzu: „Wir müssen die politischen Auswirkungen all dessen gründlich durchdenken.“

Johnson will die Hinrichtung nicht ansehen, falls sie übertragen wird. Das berichtet CBS. Auch andere Abgeordnete haben Zweifel. „Es gibt Kollegen, die Bedenken haben“, sagte Johnson über weitere Parlamentarier im Repräsentantenhaus.

Auch JD Vance zeigt sich skeptisch

Auch Vizepräsident JD Vance geht auf Distanz. Vor wenigen Tagen erklärte er, er werde sich die geplante Hinrichtung nicht ansehen. Zudem äußerte er Zweifel, ob die Übertragung tatsächlich stattfindet.

Timothy Broglio meldet sich ebenfalls zu Wort. Der katholische Erzbischof ist Seelsorger für die katholischen Angehörigen der US-Streitkräfte. Er fordert katholische Soldaten auf, nicht an der öffentlichen Hinrichtung teilzunehmen.

„Wollen wir wirklich den Terroristen dieser Welt nacheifern?“

Broglio stellt grundsätzliche Fragen. „Wollen wir wirklich den Terroristen dieser Welt nacheifern und die barbarische Tötung unserer Gegner öffentlich zur Schau stellen? Das von Nidal Malik Hasan begangene Verbrechen war abscheulich, aber dient es irgendeinem Zweck, die Öffentlichkeit Zeuge seiner Hinrichtung werden zu lassen?“, erklärte der Geistliche.

Wer zur Teilnahme aufgefordert wird, soll sich laut Broglio entbinden lassen. Eine solche Aufgabe widerspreche der Lehre der katholischen Kirche. Der Erzbischof schließt sich damit weiteren Kirchenvertretern an. Sie hatten sich laut „ntv“ bereits gegen die Todesstrafe und die geplante Übertragung ausgesprochen.

Der Widerstand wächst also quer durch Politik und Kirche. Ob Trump und Hegseth am Plan festhalten, ist offen. Bis zum 3. Dezember bleibt Zeit für eine Entscheidung.

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