Schweizerin reist für „Bares für Rares“ nach Pulheim: Dort kommen ihr die Tränen

Mit Erbstücken ist das manchmal so eine Sache. Oft haben sie einen ideellen und emotionalen Wert, denn immerhin waren sie schon im Besitz vieler Vorfahren. Doch oftmals liegen sie nur gut aufbewahrt in irgendeiner Schublade oder Schatulle. So auch bei zwei Schmuckstücken von Kurt und Monika Widmer aus Eiken (Schweiz).

33 Jahre ist es schon her, dass Monika Widmer die Brosche und die Ohrringe, die ihre Urgroßmutter erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts, also für knapp über 100 Jahre, getragen hat, selbst anlegte. Dabei hat der Schmuck noch einen guten Wert. Ihre Besitzerin ahnt gar nicht, welchen Wert, ehe sie zu „Bares für Rares“ geht …

📌 Bares für Rares-Händler 22 Händler: Im Jahr 2026 gehören insgesamt 22 Händlerinnen und Händler zum Team. Pro Folge sitzen in der Regel fünf von ihnen im Händlerraum. Drei Urgesteine: Walter „Waldi“ Lehnertz, Fabian Kahl und Wolfgang Pauritsch sind bereits seit der ersten Folge im Jahr 2013 dabei. Eigenes Geld: Die Händler bezahlen die erworbenen Gegenstände mit ihrem eigenen Geld. Anschließend können sie die Antiquitäten in ihren Geschäften weiterverkaufen. Berühmter 80-Euro-Waldi: Walter Lehnertz ist für sein traditionelles Startgebot von 80 Euro bekannt. Das ist längst zu seinem Markenzeichen geworden. Keine Kenntnis der Schätzpreise: Die Händler erfahren vor den Verhandlungen nicht, welchen Wert die Experten für einen Gegenstand ermittelt haben. Außerdem werden Händler und Experten während der Produktion voneinander getrennt, um Absprachen zu verhindern.

Tränen vor Glück bei „Bares für Rares“

Der Schmuck war bereits im Besitz ihrer Urgroßmutter und wurde über Generationen hinweg weitervererbt, ehe er bei Monika Widmer landete. Die Schweizerin trug die Ohrringe und die Brosche zuletzt zu ihrer eigenen Hochzeit – also vor 33 Jahren. Die Schmuckstücke sind noch gut erhalten und besitzen mehrere Karat an Gold, Diamanten und Saphiren. Genauer gesagt handelt es sich um 585er und 750er Gold, in Platin belötet und 2-ct-Diamanten.

Ganz bescheiden wünscht sich das Ehepaar für den Schmuck 500 bis 600 Euro. Umso erstaunter ist Monika Widmer, als sie den Schätzwert von Wendela Horz, Expertin für Schmuck, Uhren und Silberwaren „Bares für Rares“, hört. Denn die glaubt, dass die Schmuckstücke um ein Dreifaches wertvoller sind und zwar um die 1.500 Euro. „Das überrascht mich jetzt, weil ich so viele unterschiedliche Expertisen gehört habe“, sagt die Schweizerin, während ihr die Tränen kommen.

Schmuckexpertin Lisa Nüdling ist im Händlerraum direkt hin und weg von den Ohrringen und der Brosche. Sie will die Schmuckstücke am liebsten gar nicht mehr hergeben – das merkt man auch, als die anderen Händler mit ins Bieten einsteigen. Immer wieder erhöht sie den Preis, bis sie bei der Expertise von 1.500 Euro angekommen ist. Da steigen ihre Konkurrenten aus und das Schweizer Paar macht den Deal. „Wir sind total zufrieden und das Geld wandert jetzt in unsere Reisekasse“, erklären die beiden Rentner, die wahrscheinlich im Kopf schon das nächste Ziel mit ihrem Wohnmobil ansteuern.