Sturm in NRW: Windrad stürzt um – es war schon einige Jahre alt

Sturmtief „Luise“ wütet über NRW und sorgt vielleicht sogar für mehr Schaden als abgefallene Äste. Über Nacht zum samstag knickte ein und 70 Meter hohes Windrad auf einem Feld in Weeze-Wemb um. Zu Schaden kam dabei keiner.

Doch wie es es zu dem Vorfall kommen konnte und welche Rolle der Sturm spielt, ist noch offen. Die beschädigte Anlage muss nun genauer untersucht werden, um die Ursache für den Einsturz zu klären.

📌 Sturmtief „Luise“ Doppel-Sturmlage im Oktober 2026: Nach dem schweren Herbststurm „Luise“ zieht seit Samstagabend nahtlos das nachfolgende Sturmtief „Manja“ über Deutschland hinweg und bringt erneut schwere Sturmböen und Starkregen. Schwere Unfälle & Verletzte: Sturmtief „Luise“ sorgte für erhebliche Sachschäden und mehrere Verletzte. In Nastätten (Rheinland-Pfalz) stürzte ein Metallgestell auf einem Markt ein, wobei zwei Menschen schwer verletzt wurden. Einschränkungen im Bahn- und Fährverkehr: Umgestürzte Bäume und beschädigte Oberleitungen führten zu regionalen Streckensperrungen der Deutschen Bahn (u.a. in NRW und Baden-Württemberg). Der Fährverkehr zu den Nordseeinseln und Helgoland wurde teilweise komplett eingestellt.

Windrad stürzt während des Sturms um

Nur noch der Sockel steht auf dem Feld, während die zerstörten Teile des Windrads daneben liegen. Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, ist bisher unklar. Nach Angaben des Ordnungsamts der Gemeinde Weeze soll das Windrad zwischen drei und vier Uhr am frühen Samstagmorgen umgeknickt sein.

Wie der WDR berichtet, waren die Feuerwehr Kleve und die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises Kleve am Samstagmorgen an der Unfallstelle. Vor Ort musste überprüft werden, ob Öl oder andere Flüssigkeiten aus der beschädigten Anlage ausgetreten sind. Das Windrad wurde nach Angaben des Ordnungsamts von einer Einzelperson betrieben und ist schon rund 20 Jahre alt. Es gehört damit zu den ersten Windkraftanlagen in Weeze.

Sturm als vermutliche Ursache

Ob der Sturm tatsächlich für den Unfall verantwortlich ist, muss noch untersucht werden. Fest steht bislang lediglich, dass das Windrad während des Unwetters umgeknickt beziehungsweise abgebrochen ist. Warum die Anlage dem Wind nicht standhalten konnte, ist noch nicht abschließend geklärt.

Moderne Windräder verfügen normalerweise über automatische Sicherheitsfunktionen, mit denen sie bei starkem Wind abgeschaltet und in die sogenannte Fahnenstellung gedreht werden können. Dadurch bieten sie dem Wind weniger Angriffsfläche. Ob diese Funktion bei der Anlage in Weeze vorhanden war oder möglicherweise nicht funktioniert hat, ist derzeit Gegenstand der Untersuchungen.

Die beschädigten Teile sollen laut Ordnungsamt noch einige Tage auf dem Feld liegen bleiben. Wie lange die Untersuchungen zur Unfallursache dauern werden, ist bislang nicht absehbar.