Müffelnde Handtücher haben meist eine einfache Ursache: Sie trocknen im Bad zu langsam. Zerknüllt am Haken oder dicht an dicht auf der Stange bleiben sie lange feucht. Dazu kommen Waschfehler wie zu wenig Hitze oder zu viel Weichspüler.
Handtücher saugen viel Wasser auf, geben es aber nur zäh wieder ab. Nach dem Duschen hängt zudem reichlich Feuchtigkeit in der Raumluft. Bleibt das Tuch warm und nass, vermehren sich Bakterien rasch. Ihre Stoffwechselprodukte riechen muffig. Mit ein paar einfachen Tricks kannst du die unangenehmen Gerüche vermeiden.
📌 Das solltest du über Handtücher wissen Gute Handtücher halten mindestens drei bis fünf Jahre. Ein allgemeines Haltbarkeitsdatum gibt es nicht. Alte, übel riechende Handtücher gehören in den Restmüll, nicht in den Altkleidercontainer. Als Putzlappen für Auto, Werkzeug oder Garten sind sie weiter nutzbar. Selbst 60 Grad entfernen nicht immer alle Bakterien und Viren aus dem Textil. Die Verbraucherzentrale rät zu Waschmitteln mit Öko-Siegeln, etwa dem Blauen Engel oder dem EU-Ecolabel. Lufttrocknen beugt Gerüchen eher vor als der Wäschetrockner.
Fensterlose Bäder verlängern die Trockenzeit
Besonders anfällig sind Bäder ohne Fenster. Der Wasserdampf zieht dort kaum ab, und die Tücher hängen oft stundenlang in klammer Luft. Wer das Handtuch hinter die Tür hängt oder über den Wannenrand wirft, bremst die Trocknung zusätzlich. Zwei Tücher übereinander am selben Haken trocknen ebenfalls schlecht.
Hier hilft Luft. Breite das Handtuch nach dem Duschen flach aus und lüfte das Bad mindestens zehn Minuten. Ohne Fenster sollte die Lüftungsanlage so lange laufen. Hält der Muff trotzdem an, kann laut Merkur Schimmel in den Fasern stecken, auch wenn man ihn noch nicht sieht. Die Sporen können Allergien auslösen und die Atemwege belasten.
Waschfehler verstärken den Geruch
Auch beim Waschen schleichen sich Fehler ein. Weichspüler legt einen Film auf die Fasern und mindert die Saugfähigkeit. Zu viel Waschmittel hinterlässt Rückstände im Gewebe, an denen sich Gerüche festsetzen können. Wer die Wäsche über Nacht in der Trommel liegen lässt, schafft für Keime ein ideales Klima.
Entscheidend ist außerdem die Temperatur. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Handtücher regelmäßig bei 60 Grad mit Vollwaschmittel zu waschen. Mindestens einmal im Monat sollte ein solcher Waschgang laufen, um Waschmittelreste und geruchsbildende Keime zu entfernen. Sind alle im Haushalt gesund, genügen sonst 40 Grad.
Mit Routine bleiben Handtücher frisch
Eine feste Routine verhindert die meisten Probleme. Wechsle das Handtuch am besten alle drei Tage, auch wenn es noch angenehm riecht. Teile es nicht mit anderen, denn in feuchten Tüchern sammeln sich übertragbare Erreger. Nimm die Wäsche nach dem Waschen sofort aus der Maschine, und hänge sie locker auf.
Bleibt der Geruch trotz heißer Wäsche bestehen, hat das Handtuch seine beste Zeit hinter sich. Dann lohnt sich der Austausch. Neue Tücher bleiben länger frisch, wenn sie nach jedem Gebrauch ausgebreitet und trocken hängen.
