AfD-Panne: Gewählter Stadtrat kreuzt Formular falsch an – Mandat futsch!

Der Spott der AfD-Gegner ist ihm sicher! Andreas Bluhm hat seinen Sitz im Rat der Stadt Cloppenburg abgelehnt – aus Versehen! Durch das Missgeschick verliert die AfD nun das Mandat.

Das teilte die Stadtverwaltung mit. An Bluhms Stelle würde in so einem Fall eigentlich eine Ersatzperson der Partei rücken – die gibt es bei der AfD in Cloppenburg aber nicht. Bluhm selbst erklärte gegenüber der „Nordwest-Zeitung“, es handele sich um ein Versehen. Er habe die Erklärung angekreuzt und unterschrieben.

📌 Kommunalwahlen am 13. September 2026 in Niedersachsen Insgesamt wurde die CDU mit 27,2 Prozent die stärkste Kraft, vor der SPD mit 24,6 Prozent. Die AfD konnte ihr Ergebnis um 11,3 Prozentpunkte steigern und wurde mit 15,9 Prozent drittstärkste politische Kraft. Die Linke kam in ganz Niedersachsen auf 14,1 Prozent. In Hannover, der größten Stadt des Bundeslandes, ging der Wahlsieg an die Grünen. Ihr amtierender OB Belit Onay setzte sich auch in der Stichwahl durch.

AfD-Politiker zeigt sich enttäuscht über seine Panne

Dieses Missgeschick könne Bluhm sich nicht erklären, er habe sich auf die Arbeit im Rat gefreut, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Die Stadtverwaltung Cloppenburg hatte den gewählten Ratsmitgliedern ein Anschreiben zur Mandatsannahme zugestellt. Darin hieß es ausdrücklich, dass der Sitz ohne Rückmeldung automatisch als angenommen gilt. Der Betroffene kreuzte jedoch versehentlich die Option zur Ablehnung an, unterzeichnete das Dokument und schickte es zurück. Die Ablehnung eines Stadtrat-Sitzes kann laut niedersächsischem Kommunalwahlgesetz nicht widerrufen werden.

Partei kann viele Sitze nicht besetzen

Bei der Stadtratswahl erreichte die AfD rund 22 Prozent der Stimmen und damit rechnerisch Anspruch auf neun Sitze. Da die Partei jedoch lediglich fünf Kandidaten aufgestellt hatte, konnte sie ohnehin nur diese Plätze besetzen. Durch den Lapsus schrumpft die Vertretung nun auf vier Mandate. „Der gewählte AfD-Kandidat Andreas Bluhm hat in einer fristgerecht eingereichten schriftlichen Erklärung sein Mandat abgelehnt. Mangels Ersatzpersonen der Partei bleibt sein Sitz frei“, antwortete die Stadtverwaltung auf eine Anfrage der „Nordwest-Zeitung“.

Nach der Kommunalwahl kann die AfD in Niedersachsen mehrere ihrer erhaltenen Sitze in den Räten nicht besetzen.