Der Rücktritt von Bärbel Bas hat für ein Beben gesorgt. Die schwarz-rote Koalition muss sich weiter umstellen. Bas legte am Montag (12. Oktober) ihre Ämter als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteichefin nieder. Als Gründe nannte sie den Tod ihrer Stieftochter und öffentliche Angriffe aus Reihen der CDU und CSU.
Schon zuvor hatte die CDU Bas scharf kritisiert. Der Vorwurf: Sie blockiere wichtige Reformen bei Rente, Arbeitszeit und Grundsicherung. Nach ihrem Rücktritt eskalierte der Streit. SPD-Politiker warfen der Union einen unmenschlichen Umgang mit Bas vor.
📌 Das ist Kai Whittaker: Der CDU-Politiker wurde am 10. April 1985 in Baden-Baden geboren. Seit 2013 gehört er dem Deutschen Bundestag an und vertritt den Wahlkreis Rastatt (Baden-Württemberg). Der studierte Volkswirt beschäftigt sich mit Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.
CDU-Mann Whittaker platzt der Kragen
Jetzt äußert sich CDU-Bundestagsabgeordneter Kai Whittaker. Auf „X“ macht er seinem Ärger Luft.
„Wenn ein privater Schicksalsschlag reicht, um eine Koalition ins Wanken zu bringen, macht mich das stutzig. Die SPD sagt, wir seien gemein zu Bärbel Bas gewesen. Mag jeder selbst bewerten, ob das stimmt. Aber ich frage mich: Was soll das bringen? Man gewinnt kein Vertrauen zurück, indem man die schmutzige Wäsche zur Schau raushängt“, wird er deutlich.
Und fügt hinzu: „Wenn die SPD raus will, soll sie es sagen. Wir werden ihr nicht den Gefallen tun und sie vor die Tür setzen. Wer gehen will, muss die Klinke schon selbst drücken.“
„Ich habe dieses Gezänk bis Oberkante Unterlippe satt.“
Doch er nimmt auch seine eigene CDU in die Pflicht. Er fordert, auf den Vorwurf die CDU wirke kaltherzig, mit Selbstkritik zu reagieren. Und dann wird Whittaker noch deutlicher.
„Die SPD rennt zu Mama und sagt, der Friedrich und seine Kumpels hätten sie gehauen. Und der Friedrich ruft: Stimmt gar nicht! Das ist Sandkasten-Gehabe und einer Bundesregierung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt nicht würdig“, schreibt er und macht zudem auf die aktuellen Umfrageergebnisse aufmerksam, die ihn überhaupt nicht verwundern.
Schlussendlich macht Whittaker klar: „Ich habe dieses Gezänk bis Oberkante Unterlippe satt.“
Die Grüne stellte sich hinter die SPD und Bärbel Bas und knöpfte sich den Kanzler vor.
