Expertin nennt Plan, um die AfD zu stoppen: „Es braucht eine Ost-CSU“

Die AfD ist zur dominierenden Partei in Ostdeutschland geworden. Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wurde sie stärkste Kraft. Nun strebt die Rechtsaußen-Partei absolute Mehrheiten im Osten an.

Die Parteien der Mitte scheinen ratlos und wirken wie Getriebene. Wer oder was kann die AfD insbesondere im Osten noch stoppen? Eine US-Professorin hat eine Idee.

📌 Mehr über die CSU Die Partei regiert seit 1957 ununterbrochen den Freistaat Bayern. Obwohl es noch eine eigenständige Bayernpartei gibt, galt die CSU lange Zeit als DIE Partei Bayerns. Erfolgreiche Ministerpräsidenten wie Franz-Josef Strauß und Edmund Stoiber führten das frühere Agrarland an die industrielle und technologische Spitze Deutschlands („Laptop und Lederhose“. Im Bundestag bildet die CSU mit der CDU eine Fraktionsgemeinschaft.

US-Professorin nennt Anti-AfD-Lösung

Kim Lane Scheppele lehrt Soziologie an der Elite-Uni Princeton. Sie befasst sich mit Rechtspopulismus in Europa. Sie hat eine überraschende These von außen.

Im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte sie: „Was Deutschland braucht, sind Systemparteien, die den Osten respektieren. Das gab es nicht einmal unter Merkel die von ihrr Art her eigentlich die ultimative Westdeutsche war.“

Dann fragt die Professorin: „Welche Partei in Deutschland hat sich jemals um die Ostdeutschen gekümmert? Deutschland braucht eine CSU für den Osten.“

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Es gab einmal die DSU in Ostdeutschland

Dabei unterschlägt die Wissenschaftlerin allerdings, dass die damalige PDS, heute Die Linke, sich lange Zeit in der Rolle der Ost-Partei sah. Auch wenn die Wahlergebnisse der PDS nicht mit jenen der CSU vergleichbar waren.

Außerdem gab es zur Wendezeit 1990 mit der DSU (Deutsche Soziale Union) tatsächlich eine rechtskonservative Kleinpartei, die von der CSU unterstützt wurde. Sie wurde dann Teil von Kohls Wahlbündnis Allianz für Deutschland, zusammen mit der CDU und dem Demokratischen Aufbruch (DA).

Die CDU wurde in Ostdeutschland schnell zur dominanten Kraft. Die DSU verschwand in der Bedeutungslosigkeit.