Die AfD kann auf sehr erfolgreiche Wochen zurückblicken. Erstmals stellt sie den Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt. Zusätzlich dazu steht ein außergewöhnlicher Wahlsieg zu Buche.
Doch ausgerechnet jetzt gibt es scheinbar Ärger in der eigenen Partei. Dabei kommt vor allem aus Thüringen Kritik am Kurs der AfD in Sachsen-Anhalt.
📌 So stehen die AfD-Chefs zu Siegmunds Ministerpräsidenten-Plan: Alice Weidel unterstützt Siegmunds Plan. Erst kürzlich erklärte sie laut „t-online“: „Der Ulrich Siegmund wird Ministerpräsident.“ Dabei sei ihr egal, in welchem Wahlgang er gewählt werde. Auch Tino Chrupalla steht hinter Siegmund. Er ist der Meinung, dass über die Zahl der Wahlgänge die AfD-Sachsen-Anhalt entscheiden soll. Bei der Regierungsbildung hält er Kompromisse für möglich.
AfD-Politiker fordert Rechtskurs
Im Mittelpunkt steht der Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Der AfD-Politiker möchte bis Dezember Ministerpräsident werden. Doch aktuell sorgt die neue Sitzordnung im Landtag für hitzige Debatten. AfD und BSW sitzen nämlich inzwischen in der Mitte, die Grünen ganz rechts.
Nun gibt es Gegenwind aus Thüringen. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Torben Braga fordert auf „X“, die Partei solle zu ihrem Wesen als Rechtspartei stehen und weiterhin rechts Platz nehmen.
Zudem sorgt ein gemeinsamer Antrag mit dem BSW für Kritik. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, sich im Bundesrat gegen Ukrainehilfen und Russlandsanktionen einzusetzen.
Braga schreibt dazu: „Mit diesem Antrag blamiert sich jemand. Sven Schulze (Anm.d.Red. amtierender Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt und CDU-Politiker) ist es ausnahmsweise nicht.“
Siegmunds Ministerpräsidenten-Plan sorgt für Diskussionen
Und auch bei Siegmunds Bewerbung um das Ministerpräsidentenamt fallen die Meinungen unterschiedlich aus. Der AfD-Politiker möchte nur im ersten Wahlgang antreten. Dort benötigt er allerdings die absolute Mehrheit. Im dritten Wahlgang würde dagegen die Mehrheit der abgegebenen Stimmen reichen.
AfD-Vizebundessprecher Stefan Möller aus Thüringen erklärte laut „The Pioneer“, ihm wäre es „wurscht“, in welchem Wahlgang die AfD an die Macht käme.
Mehr als ein Monat ist seit der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vergangen. Es fehlt nach wie vor ein neuer Ministerpräsident. Was plant Ulrich Siegmund?
