Mit klaren Worten hat Bundeskanzler Friedrich Merz auf die jüngsten Attacken der SPD-Politikerin Manuela Schwesig reagiert. Zuvor hatte diese den Umgang der Union mit der kürzlich zurückgetretenen Arbeitsministerin Bärbel Bas scharf kritisiert.
Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union wies der Regierungschef die Anschuldigungen nun entschieden zurück. Schwesig hatte der Union vorgeworfen, sich gegenüber Bas unmenschlich verhalten zu haben.
📌 Aktuelle Wahlumfrage der „Forschungsgruppe Wahlen“ (Oktober 2026) lässt Merz allerdings alt aussehen: Merz hängt hinterher: Die AfD erreicht 28 Prozent, CDU/CSU kommen auf 21 Prozent. Beide Werte bleiben unverändert. Grüne legen zu: Mit 15 Prozent (ein Prozentpunkt mehr) liegen sie vor der SPD. Sie steht bei 13 Prozent. Linke stabil: Die Partei kommt weiter auf 12 Prozent. FDP abgeschlagen: Mit 3 Prozent bleibt sie deutlich unter der Fünfprozenthürde. Die anderen Parteien erreichen zusammen 8 Prozent (ein Prozentpunkt weniger).
Klare Ansage an den Koalitionspartner
Gegenüber den Nachwuchspolitikern seiner Partei machte Merz seinen Standpunkt unmissverständlich klar. „Meinungsverschiedenheiten in der Sache, ja. Diskussionen, ja, wenn es unbedingt sein muss. Aber diese Herabsetzung akzeptieren wir nicht“, betonte der Kanzler.
Von dem aktuellen Koalitionspartner wolle man sich keinesfalls alles bieten lassen. Zwar versprach Merz, alles für den Erfolg des Landes zu tun. Er stellte jedoch gleichzeitig klar: „Ich werde alles tun, um das Land zum Erfolg zu führen. Alles tun heißt aber nicht, alles zu akzeptieren.“
Weiter führte er aus: „Ich stelle den Erfolg der Koalition, oder anders ausgedrückt, den Fortbestand der Koalition nicht über jede denkbare politische Leistung, die wir zusammen erbringen müssen. Es gibt auch für mich Grenzen.“
Schwere Vorwürfe nach familiärem Schicksalsschlag
Auslöser der hitzigen Debatte ist der Tod der Stieftochter von Bärbel Bas, der zu ihrem Rücktritt führte. In diesem Zusammenhang beklagte die Politikerin persönliche Angriffe, die auch aus den Reihen des Koalitionspartners gekommen sein sollen.
Neben Manuela Schwesig schaltete sich auch SPD-Chef Lars Klingbeil in die Auseinandersetzung ein. Dieser bewertete das Verhalten der Union in der Angelegenheit öffentlich als unanständig. Daraufhin forderte Merz, man müsse dem Bündnispartner entgegentreten, wenn dieser das Miteinander grundlos als unmenschlich bezeichne. (mit dpa)
