CDU-Politiker Jens Spahn ist zurück. Offenbar möchte er nicht aus dem Bundestag verschwinden.
Nach der parlamentarischen Sommerpause übernimmt er direkt eine wichtige Aufgabe. Er arbeitet nun im Haushaltsausschuss des Bundestages.
📌 Jens Spahns Entschuldigung: Jens Spahn verfasste einen Brief an die rund 2.500 CDU-Mitglieder seines Wahlkreises in Steinfurt/Borken, der dem WDR vorliegt. Er entschuldigte sich. Er schrieb mit Blick auf die Leihmutter-Debatte: „Ich war zu feige, bei diesem sensiblen Thema offen Farbe zu bekennen. Ich wollte eine schwierige Debatte vermeiden, auch zum Schutz meiner werdenden Familie – und habe damit am Ende eine sehr viel schwierigere Debatte ausgelöst.“ Und fügte hinzu: „Die Konsequenzen habe ich gezogen und meine politischen Ämter in Fraktion und Partei zur Verfügung gestellt.“
Jens Spahn feiert sein Comeback im Bundestag
Am Mittwoch (9. September 2026) trat Spahn wieder im Bundestag an das Rednerpult. Er hält gleich zwei Reden. Künftig sitzt der CDU-Politiker für die Union im Haushaltausschuss. Dabei geht es um die Einnahmen und Ausgaben des Bundes.
Doch sein Comeback sorgt für große Kritik. Der Grund: Der Zeitpunkt. Spahn hatte erst im Juli 2026 den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion aufgegeben. Zuvor war bekannt geworden, dass er und sein Ehemann Daniel Funke mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden waren. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Und Spahn selbst hatte sich zuvor kritisch dazu geäußert.
Viele Menschen zeigen kein Verständnis
Obwohl der 46-Jährige Fehler einräumte und sich bei seinen Parteikollegen entschuldigte, hagelt es auf Instagram Kritik. Das ist besonders gut unter einem aktuellen Beitrag der Grünen-Bundestagsabgeordneten Paula Piechotta erkennbar. Sie schreibt: „Wenn man die Sommerpause abzieht, war Jens Spahn drei Tage ohne Amt. So sehen also Konsequenzen bei der CDU aus.“
Ihre Follower stimmen ihr zu. „Ich würde sagen: Das war es nun mit der CDU“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer pflichtet ihm bei: „Da hat mal jemand aus den Wahlergebnissen gelernt.“ Ein weiterer Nutzer geht noch weiter. Er rechnet eiskalt mit der CDU ab. So schreibt er: „Skrupellos, unmoralisch, machtgeil. Diese CDU ist wirklich unwählbar geworden […].“
Kann Spahn die wütenden und fassungslosen Bürger und Politiker noch umstimmen? Im Haushaltsausschuss bleibt er jedenfalls mitten im Betrieb. Nun muss er zeigen, ob er verlorenes Vertrauen zurückgewinnen kann.
