Deutschland Wirtschaft geht den Bach runter. Untergangsstimmung vor allem in der Autoindustrie. Die fetten Jahre sind vorbei. Deutschland wird abgehängt von China und Co. und verpasst den KI-Anschluss. Das waren die bestimmenden Meinungen der vergangenen Jahre. Doch nun kommt eine Meldung, die nicht in diese Schwarzseher-Erzählung passt und der Merz-Regierung Aufwind verschaffen könnte in der Krise.
Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist besser als ihr Ruf. Nach Jahren der Rezession und Stagnation schraubte jüngst das ifo-Institut die Konjunkturprognose für 2026 deutlich nach oben.
📌 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland 2022: +1,9 Prozent 2023: -0,7 Prozent 2024: -0,5 Prozent 2025: +0,2 Prozent
Plötzlich Aufschwung in Deutschland
Für dieses Jahr wird nun ein Wachstum von 1,4 Prozent erwartet. Im kommenden Jahr rechnet das ifo-Institut mit 1,2 Prozent Wirtschaftsplus. Dahinter stecken zum großen Teil schuldenfinanzierte Konjunkturspritzen der Merz-Regierung, nämlich die Investitionen in die Aufrüstung der Bundeswehr und aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz. Doch nicht nur!
Daneben profitiert Deutschland auch von steigenden ausländischen Investitionen. Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft haben sich die Direktinvestitionen aus dem Ausland beispielsweise im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. So investieren alleine die Vereinigten Arabischen Emirate in den kommenden Jahren 40 Milliarden Euro in Deutschland, unter anderem in Rechenzentren oder in die KI-Infrastruktur.
Merz-Ministerin: „KI-Boom“
Firmenpleiten und Standortschließungen bestimmen weiterhin die Nachrichten – dabei gibt es auch enorm viele Neugründungen und Start-ups auf Rekordniveau. Im ersten Halbjahr 2026 wurden über 3.000 neue Firmen gegründet.
Das Bundeswirtschaftsministerium von Katharina Reiche spricht von einem „KI-Boom“ und betont, dass Exporte gesteigert werden konnten. „Auch die Entbürokratisierung sowie beschleunigte Genehmigungs- und Vergabeverfahren sorgen für Kosteneffizienz und Entlastung“, heißt es aus der Merz-Regierung. Das Reiche-Ministerium fordert weitere Reformen: „Jetzt müssen wir alles daransetzen, diesen Positivtrend weiter auszubauen. Dazu gehören eine kosteneffiziente Energieversorgung, die Unterstützung beim Einwerben internationaler Investitionen und die Stärkung des europäischen Binnenmarktes.“
