Provinzchef weist Trump in die Schranken! „Für jetzt und für immer“

Im eskalierenden Zollkonflikt zwischen Washington und Ottawa sorgt ein Gewässer für neue Spannungen. Auf X hat der Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario ein kurzes Video veröffentlicht. Darin trägt Doug Ford das rote Trikot der kanadischen Fußball-Nationalmannschaft und positioniert sich vor einem riesigen blauen Schild am Ufer. Darauf prangt die Aufschrift: „Lake Ontario – Now and Always“ sowie „Lac Ontario – Aujourd’hui et pour toujours“.

Lange vor der Amtszeit des aktuellen US-Präsidenten habe das Gewässer diesen Namen getragen. Auch nach dessen Auszug aus dem Weißen Haus werde sich daran nichts ändern, stellt der Politiker klar. Ford richtet eine unmissverständliche Botschaft an den amerikanischen Staatschef: „Falls Präsident Trump oder sonst jemand es vergisst: Wir haben dieses Schild aufgestellt, um sie daran zu erinnern, dass es ‚Lake Ontario‘ heißt – jetzt und für immer.“

📌 Doug Ford Doug Ford (Douglas Robert Ford Jr., geboren am 20. November 1964) ist ein kanadischer Unternehmer und Politiker. Seit Juni 2018 amtiert er als Premierminister der Provinz Ontario. Er wurde in Etobicoke (Toronto) geboren und entstammt einer bekannten politisch aktiven Familie. Sein Bruder Rob Ford war der umstrittene Bürgermeister von Toronto.

Zollstreit führt zu absurdem Namenskonflikt

Auslöser für die Aktion ist eine Provokation aus den USA. Donald Trump hatte den Grenzsee vor wenigen Tagen kurzerhand in „Lake America“ umgetauft. Er begründete den Schritt damit, dass Amerika keine nennenswerten Geschäfte mehr mit Ontario erwarte. Dabei ist Kanadas bevölkerungsreichste Provinz ökonomisch eng mit dem südlichen Nachbarn verflochten.

Nach dem Scheitern der Handelsgespräche vor gut einer Woche hat sich die Auseinandersetzung massiv verschärft. Der umstrittene See gehört zu den fünf Großen Seen. Seine historische Bezeichnung stammt bereits aus dem 17. Jahrhundert, als beide Nationen noch gar nicht existierten.

Drastische Worte in Richtung Washington

Direkt nach dem Abbruch der Verhandlungen hatte der Provinz-Regierungschef seinem Frust freien Lauf gelassen. Mit den Worten „Kiss my ass“ reagierte Ford auf die amerikanische Haltung. Zusätzlich betitelte er den US-Präsidenten als „Diktator“, „Verlierer“ und „König der Bankrotte“.

Auf nationaler Ebene stößt das Vorgehen ebenfalls auf Ablehnung. Premierminister Mark Carney betonte, dass Kanada den Alleingang bei der Umbenennung nicht anerkennen werde. Trump nutzt solche symbolischen Akte in seiner zweiten Amtszeit wiederholt als Machtdemonstration. Zuvor machte er den Golf von Mexiko zum „Golf von Amerika“ und gab dem höchsten Berg Nordamerikas in Alaska den alten Namen Mount McKinley zurück.