Wendet sich jetzt auch der Hofberichterstatter von Donald Trump gegen den US-Präsidenten? Ausgerechnet eine neue Umfrage des Senders „Fox News“ sorgt jetzt in sozialen Medien für Aufsehen – und wirft überhaupt kein gutes Licht auf die republikanische Regierung.
Kurz vor den „Midterms“, die für Trump und Co. so wichtigen Zwischenwahlen zur Mitte der Amtszeit, kommt die Umfrage zu einer Unzeit. Dass ausgerechnet „Fox News“ – ein Sender, der in der Vergangenheit vor allem mit seiner Trump-freundlichen Berichterstattung aufgefallen war – es so prominent ins Rampenlicht rückt, sendet ein deutliches Zeichen.
📌 Die „Midterms“ in den USA Die Midterm Elections (Zwischenwahlen) in den USA finden genau in der Mitte der vierjährigen Amtszeit eines US-Präsidenten statt. Sie gelten traditionell als wichtiger Stimmungstest für die amtierende Regierung. Der Hauptwahltag ist Dienstag, der 3. November 2026. Je nach Bundesstaat ist die Stimmabgabe per Briefwahl oder „Early Voting“ bereits bis zu 50 Tage früher möglich.
Trump am Umfrage-Tiefpunkt
Eine Zustimmungsrate von nur 39 Prozent – so steht es in weiß auf rot in einem Bildbeitrag von „Fox News“ auf Instagram, der am Donnerstag (17. September) veröffentlicht wurde. Darunter: „Unter Kostendruck wenden sich frustrierte Wähler den Demokraten zu.“
Im Beitragstext heißt es: „Fast zwei Drittel geben an, dass die Trump-Regierung die Wirtschaftslage verschlechtert hat, während rund drei Viertel die wirtschaftlichen Bedingungen weiterhin negativ bewerten.“
Demokraten überzeugen die Wähler mehr
Besonders bitter für den US-Präsidenten: Während die Wähler ihn in der Umfrage in fast allen Punkten abwatschen, sahnen die Demokraten in entscheidenden Segmenten Traumwerte ab. Bei der für die Wähler so wichtigen Frage der Inflation trauen ganze 55 Prozent der Befragten den Demokraten zu, einen besseren Job zu machen als die Trump-Regierung. Das ist ein deutlicher Vorsprung von 15 Prozentpunkten. Lediglich bei der Immigrationspolitik hält Trump noch einen minimalen Vorsprung von 49 Prozent zu 48 Prozent.
„Angesichts der Tatsache, dass die Lebenshaltungskosten und die Wirtschaftslage die Sorgen der Wähler beherrschen, verdeutlichen die Zahlen, wie stark der finanzielle Druck das politische Klima prägt“, schließt „Fox News“ seinen Instagram-Beitrag.
Trump schlägt sich derzeit auch mit der US-amerikanischen Zentralbank herum. Eine Entscheidung des Fed-Chefs Kevin Warsh schmeckt ihm offenbar überhaupt nicht. Er fühlt sich verraten.
