Die K-Frage, sie ist im Jahr 2026 paradoxerweise auch Dreh- und Angelpunkt der Landtagswahlen bei uns im Land. In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wählen die Bürger offenbar nicht nur ihre Landes- und Senatsvertreter: Sie liefern auch ein Stimmungsbarometer, das Friedrich Merz möglicherweise endgültig zu Fall bringen könnte.
Wer allerdings sein Amt übernehmen könnte, ist eine ganz andere Frage. NRW-Ministerpräsident Hendrick Wüst (CDU) gilt aber als heißer Kandidat. Genauso wie sein Amtskollege in Bayern, Markus Söder (CSU). Die Analyse einer Expertin bei Markus Lanz ist in dieser Hinsicht aber vernichtend. Sie sagt: Beide können gar nicht aus ihren Bundesländern ins Kanzleramt wechseln.
📌 Hendrik Wüst Hendrik Wüst ist ein deutscher CDU-Politiker und seit dem 27. Oktober 2021 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Zudem bekleidet er seit Herbst 2025 das Amt des Zweiten Vizepräsidenten des Bundesrates. Er leitete von 2013 bis 2022 als Vorsitzender die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU Nordrhein-Westfalen.
Kann Wüst Merz Posten übernehmen?
In der Runde vom Donnerstag (17. September) ging es auch um das kontroverse Schreiben der CDU-Ministerpräsidenten, in dem die Länderchefs dem Kanzler etwas Rückendeckung lieferten. Auffällig dabei: Der Name Friedrich Merz fehlt im Schreiben komplett. Welches Kalkül könnte dahinterstecken?
„Deutschlandfunk“-Journalistin Sabine Adler vermutet in diesem Zusammenhang: „Sie wollen das Amt nicht beschädigen“, sagt sie in der ZDF-Sendung, „weil man natürlich nicht sicher sein konnte, was passiert“. Konkret: „Wirft er vielleicht doch irgendwann hin, oder nicht?“
„Warum sollten die das aufgeben?“
Ihrer Ansicht nach ging es bei dem Schreiben nicht nur um das Land, sondern auch um die Partei. Dabei stellt sie auch ein mögliches Kalkül in den Raum. Damit meint sie – ohne das konkret in der Sendung zu sagen –, dass ein Hendrik Wüst und ein Markus Söder mitunter schon auf den Chefsessel im Kanzleramt schielen könnten. Eine solche Möglichkeit wurde in der Vergangenheit bereits von mehreren politischen Beobachtern ins Spiel gebracht.
Einem solchen Vorhaben erteilt Adler aber eine klare Absage: „Wenn wir nach NRW gucken, wo im nächsten Jahr gewählt wird: Hendrick Wüst kann gar nicht Kanzler werden. Da ist ein riesengroßes Bundesland, die größte Wirtschaftskraft überhaupt in Deutschland. Dieses Land wird hervorragend regiert.“ Dass er dieses Land verlieren könnte, darauf weise derzeit nichts hin, so Adler.
Ähnlich sieht das ihrer Ansicht nach in Bayern aus, wo Markus Söder regiert. „Das sind zwei ganz große Leistungsträger. Warum sollten die das aufgeben? Warum sollten sie dieses Pfund wegwerfen, um in diese Baustelle zu gehen? In die Berliner Baustelle, die wirklich riesengroß ist.“
Ihrer Meinung nach ist es viel wahrscheinlicher, dass sich die beiden Unionsministerpräsidenten erst einmal auf ihren nächsten möglichen Wahlsieg konzentrieren. „Das scheint mir logisch zu sein“, so Adler.
