Wladimir Putin bekommt bei einem Zusammentreffen am Mittwoch (21. Oktober) mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff ein Lob, das viele Beobachter irritiert.
Die Wortwahl sorgt sofort für scharfe Reaktionen. Schottland-Minister Douglas Alexander widerspricht sofort deutlich. Und auch die Regierung in London weist die Darstellung zurück.
📌 Das ist Steve Witkoff: Witkoff ist ein amerikanischer Immobilienmilliardär. Ein Unternehmer und Immobilieninvestor aus New York. Er ist seit Jahren ein enger Vertrauter von Donald Trump und mit ihm befreundet. Als US-Sondergesandter führt er für die US-Regierung diplomatische Verhandlungen zu Konflikten.
Putin & Witkoff: Ein Treffen mit Folgen
Donald Trumps Sondergesandter Steve Witkoff traf Putin in St. Petersburg. Dabei beschrieb er den Kreml-Chef als „Humanist.“ Der Anlass war die Freilassung des 74-jährigen amerikanischen Lehrers Stephen Hubbard.
Moskau hatte zugestimmt, ihn freizulassen. Er war wegen seines Kampfes für die Ukraine inhaftiert worden.Während des Treffens wurde seine Rückkehr bestätigt. Hubbard war 2022 inhaftiert worden.
Britischer Minister widerspricht
Schottland-Minister Douglas Alexander wies die Beschreibung Putins am Donnerstagmorgen (22. Oktober) in mehreren Interviews zurück. Das britische Redio LBC fragte ihn, ob das Vereinigte Königreich Witkoffs Charakterisierung teile. Alexander antwortete prompt laut „Daily Mail“: „Nein, das tun wir nicht.“
Und fügte hinzu: „Wir sehen ihn als jemanden, der zu Beginn dieses Konflikts illegal in die Ukraine einmarschiert ist und dessen Regierung für Handlungen verantwortlich war, zu denen auch versuchte Attentate auf britischem Boden gehörten. Daher erkennen wir die Beschreibung Wladimir Putins als Humanisten schlichtweg nicht an.“
Alexander machte außerdem darauf aufmerksam, dass man klar auf der Seite der Ukraine und ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj stehe.
Downing Street findet deutliche Worte
Auch Downing Street lehnte Witkoffs Beschreibung ab. Eine Sprecherin von Nummer 10 sagte vor Reportern: „Wir erkennen diese Charakterisierung ganz sicher nicht an.“ Der Grund sei ihrer Ansicht nach, dass Putin für den Tod zahlreicher ukrainischer unschuldiger Zivilisten sowie eigener russischer Landleute an der Front verantwortlich sei.
Weiter sagte sie: „Er lässt Kinder und ältere Menschen ohne Heizung und Wärme zurück und nimmt systematisch lebenswichtige Infrastruktur ins Visier.“
Trump mit überraschender Kriegs-Prognose
Während Witkoff also Putin lobte, setzte der Kremlchef die Raketenangriffe auf Kiew fort. Am Donnerstagmorgen (22. Oktober) schlugen weitere Geschosse ein.
Das Überraschende: Dennoch deutete Trump an, dass die Seiten einer Beendigung des Krieges „vielleicht jetzt näher sind als jemals zuvor.“ Russland stimmte außerdem grundsätzlich zu, die Friedensgespräche mit der Ukraine und den USA wieder aufzunehmen.
Diese Aussagen deuten nicht auf Friedensgespräche hin. Ein Putin-Vertrauter bietet Trump einen ungewöhnlichen Deal an. Er hätte massive Konsequenzen für Europa.
