Trumps verrückteste Versprechen, die er nicht halten konnte

Donald Trump verspricht gerne groß. Eine Mauer, die ein anderes Land bezahlt. Ein Krieg, der an einem einzigen Tag endet. Eine bessere Gesundheitsreform. Viele dieser Ankündigungen klingen spektakulär, hielten der Realität aber nicht stand.

Faktenchecker prüfen seit Jahren akribisch, was aus den Ansagen des US-Präsidenten geworden ist. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus. Ein Großteil seiner großen Versprechen wurde nie eingehalten, manche erwiesen sich schlicht als unrealistisch.

📌 Das ist Donald J. Trump Name: Donald John Trump Geburtstag: 14. Juni 1946 in New York City Beruf: Politiker, Unternehmer und ehemaliger TV-Moderator Partei: Republikanische Partei Präsident: Trump war von 2017 bis 2021 der 45. Präsident der USA. Seit 20. Januar 2025 ist er erneut Präsident und damit der 47. Präsident der USA. Ausbildung: Er studierte Wirtschaft an der University of Pennsylvania (Wharton School).

Mexiko zahlt nicht für Mauer-Versprechen

Kaum ein Versprechen ist so bekannt wie dieses: Trump wollte eine gewaltige Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen. Mexiko sollte dafür die Rechnung übernehmen, verkündete er ab 2015 immer wieder. Die Zahlen aus Washington sprechen eine andere Sprache.

Bezahlt hat am Ende der amerikanische Steuerzahler. Trump zweckentfremdete Milliarden aus anderen Haushaltstöpfen, um den Bau zu finanzieren, wie „WELT“ berichtete. Mexiko überwies keinen einzigen Peso, und aus der ursprünglich geplanten rund 3.000 Kilometer langen Grenze entstand nur ein Bruchteil an wirklich neuer Mauer zu Mexiko.

Trump als Friedenstifter

Innerhalb von 24 Stunden wollte der US-Präsident den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden und die beiden Länder zum Frieden schließen bewegen. Die Realität sah anders aus: Trump traf sich zwar mehrfach mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, ein Friedensabkommen blieb bisher aber aus.

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Insgesamt sprach Trump davon, dass er innerhalb seines ersten Amtsjahres als 47. US-Präsident ganze acht Kriege beigelegt habe. Das stimmt so allerdings nicht ganz. Den einzigen Konflikt, den er laut „Deutscher Welle“ wirklich nachhaltig beilegen konnte, war der zwischen Armenien und Aserbaidschan. Ansonsten haben seine Friedensbemühungen bisher keine langanhaltenden Effekte erzielt.

So steht es um „Washintons Sumpf“

„Drain the swamp“ („Den Sumpf trockenlegen“) war einer der prägendsten Slogans des Wahlkampfs 2016 für seine erste Amtszeit als US-Präsident. Trump wollte Lobbyisten aus der Regierung verbannen und Washington von Interessenvertretern befreien.

Er kündigte an, gegen politische Gefälligkeiten, Lobbyistenfinanzierung und Insidereinfluss vorzugehen. Das war wohl ein weiteres leeres Wahlkampfversprechen. Das Portal „POLITICO“ zählte bereits kurz nach dem Wahlsieg zahlreiche Personalentscheidungen, die dem Versprechen klar widersprachen.

Kein besserer Obamacare-Ersatz

Ein weiteres Versprechen von Trump war, die Gesundheitsreform Obamacare seines Vorgängers Barack Obamas abzuschaffen und durch etwas „viel Besseres und Günstigeres“ zu ersetzen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf scheiterte 2017 selbst im republikanisch dominierten Kongress. Die Ironie dabei: Durch den gescheiterten Angriff auf das Gesetz stieg dessen Beliebtheit laut „CNN“ sogar.

Insgesamt zeigte sich, dass US-Präsident Trump viele seiner großen Versprechen nicht vollständig bzw. gar nicht einhalten konnte. Auch im Irankrieg behauptete Trump zuletzt Tatsachen, die so nicht der Realität entsprachen.