Überraschender Abgang im Weißen Haus bringt Trump in Zugzwang

Mit nicht einmal 30 Jahren eroberte Karoline Leavitt eine der mächtigsten Positionen in Washington. Als jüngste Sprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses prägte sie den Kommunikationsstil von Donald Trump (80) maßgeblich. Zum Monatsende wirft die unerschütterliche Unterstützerin nun überraschend hin.

Für den US-Präsidenten kommt dieser Schritt zur Unzeit. Außenpolitisch schwelt der ungelöste Konflikt mit dem Iran, während im Inland die Kongresswahlen näher rücken. Jetzt muss schleunigst ein Ersatz gefunden werden, der die gleiche Schlagfertigkeit wie die 28-Jährige besitzt.

📌 Das ist Karoline Leavitt Karoline Claire Leavitt wurde am 24. August 1997 in Atkinson, New Hampshire, geboren. Sie ist seit 2025 die 36. Pressesprecherin des Weißen Hauses und damit die jüngste Person, die dieses Amt in der Geschichte der USA innehatte – sie trat ihr Amt am 20. Januar 2025 zu Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump an. Als Mitglied der Republikanischen Partei war sie 2022 die Kandidatin ihrer Partei für den 1. Kongressbezirk von New Hampshire; im Vorfeld gewann sie im Alter von nur 25 Jahren die entsprechende Vorwahl. Vor ihrer Tätigkeit als Pressesprecherin gehörte sie zum Team von Donald Trumps dritter Präsidentschaftskampagne und diente dort sowohl vor als auch nach der Wahl 2024 als Sprecherin.

Eisiges Klima im Presseraum

Weltweit machte sich die junge Frau durch ihre scharfe Zunge einen Namen. Sobald sie vor die Presse trat, herrschte oft eine frostige Stimmung. Blitzschnell verfinsterte sich ihre Miene, woraufhin sie fragende Journalisten heftig zurechtwies. Regelmäßig warf sie den Medien vor, gezielt Falschinformationen zu verbreiten.

Öffentlich wich die gläubige Christin niemals von der Seite ihres Chefs. Geschickt blockte sie unangenehme Themen wie den Skandal um Jeffrey Epstein ab. Gleichzeitig öffnete sie den Presseraum für rechte Influencer. Diese handverlesenen Vertreter durften oft die erste Frage stellen und überschütteten den Präsidenten mit Lob.

Rückzug für die Familie

Auf Truth Social machte Trump den Abgang seiner Mitarbeiterin öffentlich. Als Grund nannte er, dass sie künftig mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen wolle. Er respektiere diesen privaten Schritt voll und ganz. „Karoline war eine echte Führungspersönlichkeit im Weißen Haus“, schrieb der Republikaner.

Erst im Mai brachte die Sprecherin eine Tochter zur Welt. Mit ihrem Ehemann, dem älteren Immobilienunternehmer Nicholas Riccio, hat sie bereits einen Sohn. Auf der Plattform X erklärte sie nun ihre Beweggründe. „In den vergangenen anderthalb Jahren als Pressesprecherin des Weißen Hauses zu arbeiten, war für mich die Ehre und das Abenteuer meines Lebens“, teilte sie mit.

Sie habe gespürt, dass sie ihren Kindern nicht gerecht werden könne, wenn sie weiterhin die enorme Energie für dieses Amt aufbringe. Dem Republikaner bleibt sie künftig als externe Beraterin erhalten. „Mein Kampf tritt in eine neue Phase ein, aber er ist noch lange nicht vorbei“, kündigte sie an.