Putins Terrorbande attackiert Radfahrer mit Drohne – grausiges Video verbreitet sich im Netz

Ein verstörendes Video aus der Ukraine verbreitet sich derzeit im Netz. Darauf fährt ein junger Mann mit einem Fahrrad über eine Straße nahe Kramatorsk, als sich ihm eine Drohne nähert. Der Radfahrer bemerkt sie und versucht offenbar noch auszuweichen. Dann fliegt die Drohne direkt auf ihn zu.

Die Aufnahme stammt offenbar von russischer Seite. Der Telegram-Kanal der russischen 3. Armee soll das Video zunächst selbst veröffentlicht haben. Der Angriff wurde dort als Treffer gegen „feindliche Kräfte“ dargestellt. Später verschwand der Beitrag wieder.

📌 Was sind FPV-Drohnen? FPV bedeutet „First Person View“: Der Pilot sieht über eine Kamera an der Drohne nahezu unmittelbar deren Flugperspektive. Hohe Präzision: FPV-Drohnen lassen sich gezielt auf einzelne Fahrzeuge oder andere kleine Ziele steuern. Kramatorsk liegt nahe der Front: Die Stadt befindet sich im ukrainisch kontrollierten Teil der Region Donezk und wird regelmäßig von russischen Angriffen getroffen. Angriffe nehmen zu: Erst Mitte August wurden aus Kramatorsk weitere russische FPV-Drohnenangriffe gemeldet. Dabei wurden auch Fahrzeuge und zivile Infrastruktur getroffen.

Russen löschen Video wieder

Zu diesem Zeitpunkt hatten andere Accounts das Material bereits übernommen. Wie „Bild„ berichtet, gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass die Aufnahme durch KI erzeugt oder manipuliert wurde. Das Video gilt demnach als sehr wahrscheinlich authentisch.

Joachim Krause, Experte für Internationale Politik, reagierte nach Sichtung der Bilder deutlich. Gegenüber dem Blatt sprach er von einer „totalen Verrohung des russischen Militärs“. Unklar bleibt allerdings, wer der angegriffene Mann tatsächlich war.

Wer ist der Radfahrer?

Auf den Bildern trägt er augenscheinlich zivile Kleidung. Eine Waffe oder eindeutig militärische Ausrüstung ist nicht zu erkennen. Allein anhand des Videos lässt sich jedoch nicht sicher feststellen, ob der Mann Zivilist oder Angehöriger ukrainischer Kräfte war.

Auch über sein Schicksal kursieren unterschiedliche Angaben. Der Kreml-Kritiker und Schachweltmeister Garry Kasparow verbreitete auf X die Meldung, der Radfahrer sei getötet worden. Dafür gibt es bislang keine unabhängige Bestätigung.

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Die Donezker Regionalstaatsanwaltschaft spricht dagegen von einem Zivilisten, der durch eine FPV-Drohne angegriffen und verletzt wurde, berichtet die Tageszeitung weiter. Wie schwer seine Verletzungen sind, ist bislang unklar. Die russische Darstellung, es habe sich um „feindliche Kräfte“ gehandelt, ist ebenfalls nicht unabhängig belegt.

Damit dokumentiert die Aufnahme einen Drohnenangriff auf einen einzelnen Radfahrer. Sie beweist jedoch weder dessen Identität noch seinen Tod. Genau diese Unterscheidung ist angesichts der rasanten Verbreitung des Videos entscheidend.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erhebt unterdessen schwere Vorwürfe gegen Russland. Angriffe mit Drohnen auf Menschen in Frontgebieten bezeichnete er als brutale „Safari“. Solche Attacken seien für Menschen in frontnahen ukrainischen Gebieten inzwischen Alltag.

Besonders aus Cherson werden seit längerer Zeit Vorwürfe über gezielte Drohnenattacken auf Zivilisten gemeldet. Selenskyj fordert deshalb zusätzliche Schutzausrüstung von den Verbündeten. Zudem verlangt er stärkeren internationalen Druck auf Russland.